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Champions League, Saison 10/11, 05.04.2011 |
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F.C. Internazionale – FC Schalke 04 2:5 Milano, Stadio Guiseppe Meazza (72. 770 Zuschauer) |
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Nach dem Spiel in Rovigo fuhren wir zusammen mit Seby nach Vicenza, wo der gute Mann zu Hause ist, und glitten in einem recht angenehmen Laden langsam in die Nacht. Angenehme Menschen, anregende Gespräche, leckere Drinks und schmackhaftes Essen rundeten diesen absolut gelungenen und stressfreien Tag ab. Die fehlende Rechnung und der nächtliche Fahrdienst in unser Hotel in San Bonficaio (grob bei Verona) waren uns sehr unangenehm, aber versuch mal mit Italienern zu diskutieren. Großen Stress hatten wir in den zwei Tagen nun wahrlich nicht (aber Müßiggang schlaucht ja auch ganz schön), aber einen Ruhetag gönnten wir uns trotzdem. Nach ausgiebigem Schlaf und einem kräftigen Frühstück verließen wir unser Hotel erst gegen Mittag und machten uns auf in Richtung Verona um dort den Tag zu verleben. Der Montag in Italien ist ja noch ein halber Feiertag und so war in der Stadt nicht viel los. Einzig am dusseligen Balkon, wo Romeo einst Julia betörte (aber glaubt die Geschichte nicht, sie ist eine Fiktion) gab es einen kleinen Menschenauflauf. Nach einem opulenten und günstigen Mahl fuhren wir mit dem letzten Zug zurück nach San Bonficaio. Dabei wurden wir Augenzeuge eines echten Dramas, als eine junge Dame den Aufenthalt für eine kurze Zigarette nutzte und der Zug mit all ihren Halbseligkeiten ohne sie abfuhr. War ja auch nur der letzte Zug an diesem Abend... |
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interisti pezzo di merda Als wir am nächsten Morgen unsere Äuglein öffneten, lachte uns die Sonne fett ins Gesicht und keiner von uns ahnte, dass heute Geschichte geschrieben werden sollte. Zwar war Freddy durchaus optimistisch gestimmt, aber Zweifel waren auch vorhanden. Via Verona nutzten wir zum letzten Mal auf dieser Tour Trenitalia und erreichten zur Mittagszeit Milano-Centrale, wo wir vom Rest der Berlin-Brandenburg-Abordnung freudig begrüßt wurden. Nachdem wir unsere Sachen in Premnitzers Hostel abgelegt und ein paar Büchsen geleert hatten, fuhren wir mit der Metro zum Piazza del Duomo, der schon ganz in blau und weiß gefärbt war. Bevor sich der große Tross in Bewegung setzte, waren wir allerdings schon wieder weg bzw. auf dem Weg in Richtung Stadion um dort die Tickets abzuholen und die Busse aus Gelsenkirchen zu plündern. Beide Vorhaben waren erfolgreich und so vertrödelten wir mit der untergehenden Sonne im Rücken die restliche Zeit. Zwischendurch kam ein wenig Hektik auf, als die hiesige Ordnungsmacht die Insassen eines vergitterten und später entglasten Busses unfreundlich zur Personalienabgabe zwingen wollten. Erfolglos, wenngleich es zwei Jungs danach nicht mehr ins Stadion schafften und die Nacht im Polizeigewahrsam bzw. Krankenhaus verbringen mussten. Eine halbe Stunde vor Anpfiff passierten wir die Einlasskontrollen und kringelten uns anschließend in den oberen Rang empor. Etwa 4.000 Plätze standen den Gästen zur Verfügung und da nicht alle Karten an den Mann gebracht werden konnten (ein Skandal und am Kartenpreis von 21 Euro wird es wohl auch nicht gelegen haben) blieben ein paar hundert Plätze frei. Für Inter war das Match gegen Schalke ein Championsleaguespiel eines unter vielen und so war die Hütte auf der Heimseite bei weitem nicht ausverkauft. Dennoch ließen sich die Interisti nicht lumpen und empfingen den Underdog aus Gelsenkirchen mit einer kleinen Choreo, die aus Zetteln bestand die die Flagge Italiens darstellte und mit einem Spruchband „FC 1908“ flankiert wurde. Der Gästebock antwortete mit einem bunten Feuerwerk feinster Pyrotechnik. Allerdings fing der geilste Club wo gibt mitten in diesem bengalischen Infero das 0:1 durch ein vermeintliches Jahrhunderttor des Serben Stankovic (vermeintlich deshalb, weil er in der letzten Saison ein ähnliches Tor in der Liga erzielte). Wer nun aber dachte, die Jungs würden in eine Schockstarre verfallen, sah sich kräftig getäuscht. Matip war der erste der sich ein Denkmal setzen durfte. Auch wenn Inter nach 2:1, begünstigt durch fehlende Zuordnung im Deckungsverbund, noch einmal zuckte – es spielte nur der S04. Das 2:2 kurz vor der Pause durch den überragenden Edu löste schon einen fantastischen Jubel im Gästeblock aus. Aber das war nur ein Fliegenschiss gemessen an der Freudentaumel den Raul mit der erstmaligen Führung auslöste. Unglaublich, unfassbar! Fast alle waren fortan nur noch in Bewegung, jeder wollte sich irgendwie in das Spiel einbringen – durch Gesang, durch Geschrei oder simple Tanzeinlagen. Was gab es in dieser Saison schon derbe Nackenschläge, aber selbst die haben sich alle für solche Momente gelohnt. Und es sollte ja noch besser kommen: 2:4, 2:5 und selbst danach war der Hunger noch nicht gestillt und Inter konnte froh sein sich nur fünf Dinger gefangen zu haben. Am Ende und auch noch weit danach waren alle glücklich und fertig. Rein mental bedurfte es doch einige Zeit bis man sich über die Dimension dieses Sieges bewusst wurde. Die Helden von San Siro: Neuer, Uchida, Höwedes, Matip, Sarpei, Papadopoulus, Jurado, Farfan, Baumjohann, Edu, Raul, Schmitz, Draxler, Karimi Tore: 1:0 (1. Min.) Stankovic, 1:1 (17. Min.) Matip, 2:1 (33. Min.) Milito, 2:2 (40. Min.) Edu, 2:3 (53. Min.) Raul, 2:4 (57. Min.) Ranocchia (Eigentor), 2:5 (75. Min.) Edu |
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Tageskilometer: 1.010 km - Bahn: Verona- Milano 160, Bus: Milano - Bergamo, Flug: Bergamo - Berlin 798 km Saisonkilometer: 56.998 km (17.267 km Flugzeug, 10.323 km KFZ, 29.225 km Bahn, 173 km Bus) zum Vergleich 09/10: 59.940 km: (8.914 km Flugzeug, 24.610 km Bahn, 21.416 KFZ) |
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