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Serie B, Saison 10/11, 02.04.2011 |
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Calcio Portogruaro-Summaga – Reggina Calcio 1:1 Portogruaro, Stadio Comunale Pier Giovanni Mecchia (1.720 Zuschauer) |
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Kranich-Hafen …. und erreichte demzufolge den Provinzflughafen Treviso ebenso zeitig. Mit dem Bus (1,20 Euro, ca. 15 Min. Fahrzeit) ging es direkt weiter zum Bahnhof und von dort via Venezia Mestre nach Portogruaro, einem ganz reizenden Städtchen ca. 50 km östlich von Venedig. Bei der Planung der Tour entschieden wir uns ganz bewusst gegen einen Leihwagen und damit zugunsten Trenitalia. Das Reisen mit der Bahn ist in Italien bekanntlich günstig und so sprengten die 5 Euro für die Fahrt von Trevisio nach Portogruaro kein Loch in unsere Geldbörsen. Gegen 11 Uhr erreichten wir unseren Zielort. Bevor wir unsere Stadterkundung starteten bedurfte es eines Garderobenwechsels, da die Sonne unerbittlich schien. Unser erstes Ziel war das Stadio Comunale Pier Giovanni Mecchia, benannt nach dem edlen Spender, wo wir uns Karten für das Zweitligaspiel sichern wollten. Es liegt ca. einen Kilometer vom Bahnhof entfernt und präsentierte sich uns in einem für Italien untypischen Style. Alles wirkte sehr ordentlich und aufgeräumt, nirgendwo bröckelte der Putz von den Wänden und vom sonst hier üblichen Gammel keine Spur. Das Stadion ist zwar baulich nicht der Brüller, aber die Doppelnutzung von Fußball und Bahnradsport ist immer ein Hingucker. Zwei Kartenkategorien standen zur Auswahl: 25 Euro Haupttribüne oder 12 Euro Kurve. Letztere war angeblich ausverkauft, wobei wir eher vermuteten, dass am Spieltag für diesen Block aufgrund der dusseligen Fankartenregelung keine Tickets verkauft werden. So musste ein großer Schein nebst den Personalausweisen über den Tresen wandern, ehe man die personalisierten Eintrittskarten in Empfang nehmen konnte. Als dieser administrative Quatsch erledigt war, machten wir uns auf in Richtung Innenstadt um den Hunger zu stillen. Ein gar nicht so einfaches Unterfangen, fündig wurden wir nach intensiver Befragung der Einheimischen aber doch. Nach zwei Pizze Inferno und einem Liter Rotwein stand fortan der Kampf gegen die Müdigkeit an. Die Ereignisse der letzten Nacht zeigten deutliche Spuren und so schlichen wir noch ein bisschen durch das Städtchen, welches mit seinen „Renaissanceplätzen in gotisch-venezianischem Stil und einem besonders sehenswertem Rathaus aus dem Jahre 1300“ sehr zu gefallen wusste. Am schönsten war jedoch der Teich in der Ortsmitte mit einer kleinen Wassermühle und ein paar Brücken. Normalerweise ein Ort zum Verweilen, aber dafür hatten wir keine Zeit, schließlich wollten wir ja noch ein bisschen Fußball gucken. |
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Der traditionslose Club entstand vor gut 20 Jahren aus einer Fusion von Calcio Portogruaro und Calcio Summaga. Wie es der Verein in die zweite Liga geschafft hat, ist mir persönlich ein Rätsel, aber nun gut. Das Stadion ist das Kleinste der Liga, noch nicht einmal 3.500 Zuschauer passen hier rein. Aber selbst diese Zuschauerzahl wurde in dieser Saison noch nicht erreicht, war nicht einmal annährend ausverkauft. Dass an diesem Spieltag aus dem gut 1.300 (!!!) Kilometer entfernten Reggio di Calabria anreisen würden bezweifelten wir. Am Ende waren am immerhin ganze 15 Leute im Gästeblock, der sich über die gesamte Gegengerade erstreckt, und noch mal so viele auf der Haupttribüne, die sogar mit einem kleinen Luftballon-Intro auf sich aufmerksam machten und während des gesamten Spiels mit Gesang auffielen. Die sportlichen Darbietungen förderten unzählige Sekundenschläfchen und so war das Rumgehampel der Jungs aus Kalabrien der einzige Höhepunkt der Partie. Wir folgten anschließend der Einladung eines Einheimischen in eine Bar, wo wir erfolglos versuchten zwei Spritz Aperol zu ordern. Nach Spielen in Italien ist im Umkreis von 500 Meter nach Abpfiff der Ausschank von Alkohol eine Stunde lang verboten. Als ob der Grund für Randale in Bella Italia im Suff zu suchen sei. Auch wenn die offizielle Stunde auf zehn Minuten verkürzt wurde, eine mehr als unsinnige Regelung, wie ich finde. Nach zwei Aperitifs watschelten wir zurück zum Bahnhof und steuerten unser Hotel in Noventa d Piave an. Eine kurze Inspektion unserer Butze reichte (astrein für den schmalen Preis) und dann machten wir es uns anschließend in einem Schuppen bequem, der im Erdgeschoss eine Bar und in der ersten Etage eine Pizzeria beherbergte. Da hier zudem das Mailänder Derby live und in Farbe übertragen wurde, wurde dieser gastliche Ort nicht mehr verlassen (sonst gab es in dem Kaff außer einer mordsmäßig hohen Kirche nix). Zu vorgerückter Stunde stand dann fest, dass Inter durchaus schlagbar ist und das der gemeine Italiener Spritz Aperol tagsüber trinkt und sich am Abend am Spritz Campari labt. Nach Mitternacht und erst auf intensives Drängen der Reiseleitung verabschiedeten wir uns in die Horizontale. Tore: 0:1 (60. Min.) Bonazzoli, 1:1 (75. Min.) Altinier |
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Tageskilometer: 1.066 km: Bus HH - HB 121 km, Flug HB - Treviso 860 km, Treviso - Portogruaro 85 km Saisonkilometer: 55.698 km (16.469 km Flugzeug, 10.183 km KFZ, 28.925 km Bahn, 121 km Bus) zum Vergleich 09/10: 59.940 km: (8.914 km Flugzeug, 24.610 km Bahn, 21.416 KFZ) |
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