[zurück zur Übersicht]

 

Champions League, Saison 10/11, 02.11.2010

 

Hapoel Tel Aviv F. C. - FC Schalke 04

0:0

Tel Aviv, Bloomfield Stadium (12.100 Zuschauer)

 

Am nächsten Tag setzte sich ¼ der Reisegruppe ab um zum toten Meer zu fahren, der verbliebene Rest legte dagegen einen gepflegten Strandtag zwecks Hautverdunkelung ein. Nach ein paar Stunden voller Müßiggang schlenderten wir am Nachmittag in Richtung Jaffa, das heute ein Teil und der einzige touristische interessante von Tel Aviv ist. Nach der Altstadterkundung blieben wir an einer Art Bude bzw. Kiosk hängen wo nach und nach Gleichgesinnte eintrafen. Recht spät (Anpfiff Ortszeit 21:45 Uhr) machten wir uns anschließend Richtung Bloomfield Stadium auf, wobei wir unterwegs noch ein paar Verhaltensregeln seitens der hiesigen Ordnungskräfte über uns ergehen lassen mussten. Nach der recht nervigen Einlasskontrolle nahmen wir etwa eine halbe Stunde vor dem Kickoff unsere Plätze im recht großzügig angelegten Gästeblock ein, der mit ca. 600 Blauen gefüllt war, ein.

 
 
 
 

Zu Beginn der keineswegs ausverkauften (12.100 Zuschauer) Partie zogen die Ultras von Hapoel eine kleine Choreo auf und unterstützten ihre Mannschaft im Verlauf des Spiels ordentlich. Allerdings war der Support nix im Vergleich zu dem im Februar gegen bzw. bei Maccabi Tel Aviv. Im Gästeblock waren hingegen die üblichen Verdächtigen aktiv und selten zog einmal der ganze Block mit. Da auch das Match zumindest aus königsblauer Sicht total Grütze war, verließ man das Stadion eher frustriert als motiviert. Nach einer kurzen Blocksperre entfloh der Großteil der Anhängerschaft in Richtung Flughafen, da neben den Tagesfliegertouristen auch etliche Individualreisende noch in der Nacht zurückflogen. Eine etwas größere Gruppe marschierte einigermaßen geschlossen am Strand entlang zur Partymeile, wo der Abend seinen Ausklang fand. Für den Rückweg zum Hotel brauchten wir geschlagene zwei Stunden, inklusiver einer kurzen Taxifahrt, weil sich alle nicht gerade mit Ruhm bekleckerten und simple Entscheidungen („wo lang“) mit vier verschiedene Antworten produzierten, so dass wir uns immer weiter vom Hostel entfernten. Aber am Alkohol hat es bestimmt nicht gelegen!

 
 
 
 
 

Da die Frühstücksausgabe in unserem Hostel um 9 Uhr seine Pforten schloss, mussten wir die gerade warm gelegenen Bettchen um kurz vor knapp verlassen um uns an dem wirklich nahrhaften und reichhaltigen Buffet die letzten Reste zu sichern. Unser Hostel (Bnei Dan) war zwar nicht gerade billig (ca. 24 Euro/Nacht & Person), aber deutlich besser als unsere Hotelabsteige der Tour im Februar, wo man für noch mehr Geld einen ganzen Haufen Siff geboten bekam. Es liegt zwar etwas außerhalb der eigentlichen Partymeile (ca. 30 Minuten strammer Fußmarsch), war aber absolut sauber, ruhig und uneingeschränkt zu empfehlen. Nachdem die Sinne wieder einigermaßen scharf gestellt waren latschten wir unter der Gluthitze Tel Avivs zurück ins Zentrum, um dort unseren Leihwagen in Empfang zu nehmen. Schlanke 27 Euro buchte die Verleihstation von der Karte und als Gegenleistung bekamen wir einen Kleinwagen mit kaputtem Reifen. Diesen Fauxpas bemerkten wir allerdings erst an unserem heutigen Ziel, in einer Tiefgarage in Jerusalem. Aber bevor wir das Rad wechselten erkundeten wir unter fachmännischer Führung die Altstadt von Jerusalem. Bis zum Nachmittag verweilten wir in der Altstadt, durchquerten diese ohne einen wirklichen Plan und nahmen dort Platz wo es schön war (und wir nahmen oft Platz). Kulinarisch war das im jüdische Viertel verzehrte Schawarma der Höhepunkt. Als um Punkt fünf das Sonnenlicht abgeschaltet wurde, wechselten wir erst das Hinterrad und reihten uns anschließend in den Feierabendverkehr ein. Für den Hinweg brauchten wir von unserem Hotel bis nach Jerusalem eine Stunde, zurück die dreifache Zeit. Den Abend ließen wir dann eher geruhsam ausklingen und am Donnerstag hieß es dann nach den nervigen Ausreiseformalitäten Abschied nehmen von Israel.

 
 
 
 
 
 
 
 

Tageskilometer:                         2.879 km, davon 2.859 Flug - 20 km Bahn

Saisonkilometer:                    30.528 km (7.196 km Flugzeug, 9.084 km KFZ, 17.107 km Bahn) 

zum Vergleich 09/10: 59.940 km: (8.914 km Flugzeug, 24.610 km Bahn, 21.416 KFZ)

[zurück zur Übersicht]