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1. Bundesliga, Saison 09/10, 13.03.2010

 

Hertha BSC Berlin - 1. FC Nürnberg

1:2

Berlin, Olympiastadion (57.761 Zuschauer)

 

Irgendwie komisch sich samstagmittags mit den Lieben daheim an den Esstisch zu setzen, um danach mit vollem Ranzen zu einem Bundesligaspiel ins Stadion zu gehen (oder mit der U-Bahn hinzufahren). Ebenso untypisch stellten wir (Ronnie und Freddy ebenfalls mit am Start) uns an der Gästekasse an, kauften jeder eine Karte und betraten, allerdings erst nach penibler Körperkontrolle, dasOlympiastadion. Vor dem eigentlichen Gästeblock fand noch eine zweite, ebenso penible aber freundliche, Kontrolle statt, die seitens der Gäste aus Franken aber ohne Murren vonstatten ging. Der Grund für diesen Sicherheitswahn ist allgemein bekannt und so wunderten wir uns auch nicht, dass der gesamte Gästeblock voll behelmter Beamter war, die so ihr klägliches Salär mit einem Schüsschen Samstagszuschlag aufpeppen konnten (dass die dort positionierten Schutzmänner später an anderer Stelle im Stadion fehlten dürfte medial bereits vollkommen ausgeschlachtet sein).

Ca. 3.000 „Clubberer“ versammelten sich in den beiden Gästeblöcken, wo die Stimmung in der ersten Halbzeit eher verhalten war. Das Geschehen auf dem Rasen ließ auch nix Gutes für die Franken befürchten, da Hertha etliche Torchancen herausspielte und der Club nur zwei ordentliche Entlastungsangriffe zustande brachte. Etwa 10 Minuten vor der Halbzeit wurde dann der Nürnberger Torwart dank seiner schläfrigen Kollegen doch überwunden. In der zweiten Halbzeit schalteten die Hausherren unverständlicherweise einen Gang zurück und die Gäste kamen etwas besser ins Spiel. Nach einem Eckball fiel nach einer Stunde der überraschende Ausgleich und der Gästeblock stand Kopf. In der letzten halbe Stunde kam dann endlich mal Stimmung auf, weil beide Teams die drei Punkte einzufahren versuchten. Torchancen hüben wie drüben, wobei die Nürnberger fast schon fahrlässig ihre Konterattacken versemmelten. In der allerletzten Spielminute war es dann soweit und ein weiteres Kapitel zum Thema passives Abseits (beim ersten Abspiel stand der Nürnberger bestimmt zehn Meter hinter dem letzten Herthaner, aber halt passiv) wurde geschrieben, als der griechische Europameister von 2004 noch den Siegtreffer erzielte. Ich denke mal, das war das Schlüsselspiel um den Klassenerhalt – Hertha wird absteigen und Nürnberg drin bleiben. Danach ging der Tanz erst richtig los.

Tore: 1:0 (35. Min.) Gekas, 1:1 (60. Min.) Bunjako, 1:2 (90. Min.) Charisteas

 
 
 
 
 

Tageskilometer:                 

Saisonkilometer:               43.285 km  (8.914 km Flug, 21.905 km Bahn, 12.466 km KFZ)

zum Vergleich 08/09: 59.549 km: (16.833 km Flugzeug, 30.001 km Bahn, 12.355 KFZ, 360 km Bus)

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