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Serie B, Saison 09/10, 24.10.2009 |
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Gallipoli Calcio – U. S. Lecce 0:3 Lecce, Stadio Via del Mare (7.584 Zuschauer) |
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In Apulien gibt es keine Berge, ja noch nicht mal irgendwelche Hügel, dafür aber 800 km Küste. Die A14 (Autostrada Adriatica) führt bis ca. 30 Kilometer vor Taranto und war ab Pescara fast menschenleer. Unser Feriendomizil lag auf der Halbinsel Salento, genau im Absatz des Stiefels und ca. 50 südwestlich von Leece gelegen. Die meisten Städte an diesem Küstenstreifen sind reine Sommerresidenzen und so war es um diese Jahreszeit (gerade verkehrstechnisch) sehr entspannend. Einzig auf die vielen wilden Hunde und Katzen sollte man Acht nehmen, die lümmeln meist direkt am Straßenrand rum und so war es nicht verwunderlich, dass fast jede Kreatur nur noch auf 2-3 gesunden Beinen unterwegs war. Man muss auch nicht meinen, dass sich ein Italiener um eine frisch überfahrende Katze kümmert. Da müssen sich erst die Touristen sehr zur Belustigung der Einheimischen zum Dullen machen. Aber so sind sie halt, die Südeuropäer. Ansonsten waren sie aber ganz herzlich und wenn man ein Problemchen oder sich mal wieder heillos verfahren hatte, es gab zwar nicht immer eine Lösung, aber es ist nett sich das Gebrabbel anzuhören. Ca. 40 km südlich von Lecce liegt das Küstenstädtchen Gallipoli und Gallipoli Calcio ist am Ende der letzten Saison zum ersten Mal in die Serie B aufgestiegen. Das Stadio Antonio Bianco liegt etwas südlich des Stadtzentrums direkt am Meer. Normalerweise hätten die gut 5.000 vorhandenen Plätze locker ausreichen müssen, da der Schnitt in den letzten beiden Spielzeiten (Serie C1B) bei stabilen 1.200 Besuchern lag. Noch vor ein paar Jahren spielte der Klub im Amateurbereich (Serie D) und soll über eine ganz ordentliche Szene verfügt haben. Mit dem Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse hat man zum Einem das Stadion (übrigens mit Kunstrasen ausgelegt) „verloren“, weil es nicht auf den für die Serie B notwendigen Sicherheitsstandard aufgerüstet wurde und zum Anderen sollen etliche Ultras dem Verein den Rücken zugekehrt haben (man munkelt da was vom Verkauf des Klubs an eine Investorengruppe). Schade, das Stadion in Gallipoli wäre zum Spiel gegen Lecce sicherlich rappelvoll gewesen und so musste halt Lecce angesteuert werden. |
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Auch hier liegt das Stadion ziemlich weit außerhalb und die zweieinhalb Stunden bis zum Anpfiff zu überbrücken fiel schwer. Die fast schon obligatorische pikante Mettwurst (Salsiccia) im Brot war dermaßen scharf, dass es einem beim Verzehr die Schädeldecke um ein paar Zentimeter anhob. Mit immer noch tränenden Augen ging es anschließend zum Gästeeingang, zu dem man ungehindert vorrücken konnte, um die Jungs und Mädchen aus Gallipoli in Augenschein zu nehmen. Es waren allerdings eher Väter und Mütter und deren Söhne und Töchter schleppten eifrig Choreomaterial durch die Eingänge. Dass dieses Match jetzt nicht unbedingt ein Derby ist (oder war) war zu vermuten, da die Rivalen von Gallipoli eher in Brindisi oder in Andria zu suchen sind. Eine Stunde später hieß es dann die Eingangskontrollen passieren und das nicht vorhandene Treiben im ganz netten Stadio Via del Mare (1966 erbaut) zu beobachten. |
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Der Sieger der Partie wurde bereits vor dem Anpfiff auf einem Transparent verkündet: „Gallipoli – Lecce …. Vince il Salento!“. Später skandierte die Gallipoli-Kurve Ähnliches und bekam von allen Seiten Applaus. Auf den Rängen sah und hörte man nur etwas aus der „Heimkurve“. So gab es erst eine kleine Fahnenchoreo und später auch Support zu vernehmen. Der Lecce-Anhang zeigte allenfalls bei Toren kaum erkennbar Emotionen. Wahrscheinlich war hier auch etwas im Busch, aber mehr als eine Vermutung kann ich auch nicht liefern. Das Spiel machte Lecce, wobei Gallipoli versuchte dagegen zu halten. Aber es half nix… Tore: 0:1 (3. Min.) Corvia, 0:2 (37. Min.) Marilungo, 0:3 (88. Min.) Marilungo |
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Stadion: Das Stadio Via Del Mare ist wie in diesen Breitengeraden üblich ovalförmig und verfügt zumindest in der Theorie über eine Laufbahn. Auf drei Seiten gibt es doppelstöckige Tribünen, nur auf der Gegengerade gehen beiden Ränge direkt ineinander über. Eben diese und die beiden Hintertorseiten sind unüberdacht und einzig die Haupttribüne verfügt über ein Dach. Bei diesem Allseater dominieren die Farben Rot und Orange, den Koloriten des U. S. Lecce. |
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Tageskilometer: 705 km von Rimini nach Lecce Saisonkilometer: 25.187 km KFZ (3.196 km Flug, 15.672 km Bahn, 6.319 km KFZ) zum Vergleich 08/09: 59.549 km: (16.833 km Flugzeug, 30.001 km Bahn, 12.355 KFZ, 360 km Bus) |
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