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Bezirksliga 12 Westfalen, Saison 09/10, 16.08.2009

 

SG Eintracht Gelsenkirchen SV Vestia Disteln 12/27

 1:2

  Gelsenkirchen, Südstadion (ca. 100 Zuschauer)

 

Gegen Mitternacht und nach Eingabe diverser Zahlenkombinationen öffneten sich die Pforten zu unserer Luxusherberge in Regensburg-Ost. Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen von dem Trio, welches in Richtung Augsburg aufbrach. Mich zog es in die andere Richtung nach Gelsenkirchen, der schönen Perle am Emscherstrand. Bevor es zur kollektiven Huldigung der blau-weißen Götter ging, wurde ein erneuter (es war der vierte) Versuch unternommen, mal ein schönes Fußballspiel auf dem Hauptrasenplatz im sehr, sehr feinen Südstadion im Stadtteil Ückendorf  zu besuchen. Nach zweimaliger Verlegung auf den Nebenplatz und einem Spielausfall war es dann heute endlich soweit: Die SG Eintracht empfing den Hertener Club SV Vestia Disteln. Dass die Eintracht seit nunmehr zwölf Jahren wieder im Südstadion spielt ist einzig und allein ein paar Traditionalisten zu verdanken, die rund 20 Jahre nach dem endgültigen Aus den Verein wieder belebten. Die „alte“ Eintracht gab es zwar erst seit 1950 als die beiden Ückendorfer Vereine Union und Alemannia fusionierten, doch die ehemaligen Kontrahenten feierten seit ihrer Gründung (1910 bzw. 1911) einige regionale Erfolge. In den 50er Jahren war die SG Eintracht zweitklassig und zog bei Spielen gegen RW Essen oder Borussia Mönchengladbach 20.000 Zuschauer ins Südstadion. 1965, als der FC Schalke 04 schon sportlich aus der Bundesliga abgestiegen war, hätten sie mit dem großen Kontrahenten in einer Liga gespielt. Aber da die Bundesliga aufgestockte, wurde daraus nix und die für große Duelle verpflichteten Spieler rissen ein tiefes Loch in die Vereinskasse. 1973 kam es zu der unheilvollen Fusion mit dem STV Horst-Emscher, um sich endgültig als zweite Kraft hinter den Schalker zu positionieren. Dieser Zusammenschluss war vielen ein Dorn im Auge und als es ein paar Jahre zur Trennung kam, gab es die Eintracht nicht mehr. Erst 1997 nahm sie wieder den Spielbetrieb auf.

Maximal 150 Seelen verloren sich an diesem sonnigen Sonntagnachmittag im Südstadion und sahen ein frühes 1:0 der Heimelf. In der zweiten Halbzeit lief es dann für die Gäste besser, die mit einem Doppelschlag den verdienten Sieg einfuhren.

Tor: 1:0 (5. Min.) Cam, 1:1 (60. Min.) Georgiev, 1:2 (65. Min.) Georgiev

 
 

Stadion:

Das Südstadion war mit seiner Kapazität von 20.000 Zuschauern und mehr überdimensioniert, auch wenn ab und ab mal zehntausend Besucher den Weg hierhin fanden. Errichtet wurde es erst 1967 und ist eher ein Denkmal als eine lebendige Sportstätte.

 
 
 
 
 
 
 

Tageskilometer:                      567 km Bahn von Regensburg nach Gelsenkirchen

Saisonkilometer:               14.040 km KFZ (3.196 km Flug, 8.800 km Bahn, 2.044 km KFZ)

zum Vergleich 08/09: 59.549 km: (16.833 km Flugzeug, 30.001 km Bahn, 12.355 KFZ, 360 km Bus)

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