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DFB-Pokal, Saison 09/10, 01.08.2009

 

SG Sonnenhof Großaspach - VfB Stuttgart

1:4

Heilbronn, Frankenstadion (14.000 Zuschauer)

 

Heilbronn, die Großstadt im gleichnamigen Becken, hat zwar über 120.000 Einwohner und ist größer als Wolfsburg, hat aber weder einen höherklassigen Fußballverein noch eine ordentliche Zuganbindung. Letzteres ist natürlich bitter, da man den laut Eigenwerbung bedeutenden europäischen Wirtschafsstandort nur mit gammeligen Regionalzügen oder S-Bahnen bereisen kann. In Würzburg hieß es daher für den Schreiber dieser unbedeutenden Zeilen umsteigen vom vollklimatisierten ICE in die volle und noch heißere Bimmelbahn. Am Zielort angekommen lief mir unverhofft Fulda-Micha in die Parade, den ich im August des Vorjahres fast täglich irgendwo begrüßen durfte und der danach als verschollen galt. Mit einstündiger Verspätung traf erhofft Ingo aus Dormagen ein und fortan stand dem fröhlichen Abschwitzen nichts mehr im Wege. Das Frankenstadion liegt unweit des Bahnhofs und war erwartungsgemäß nicht ausverkauft. Recht spät durchschritten wir die Eingangstore und machten uns anschließend auf die Suche nach einem schattigen Plätzchen mit einem hervorragenden Blick auf die Kurven und die Spielfläche (übrigens vergeblich). Auf dem Programm stand die Erstrundenpartie zwischen dem SG Sonnenhof Großaspach und dem VfB Stuttgart, der die schwere Bürde des Favoritentums (gibt es das Wort überhaupt?) zu tragen hatte. Die SG Sonnenhof Großaspach ist die Summe der Addition des FC Sonnenhof Kleinaspach und der SpVgg Großaspach, die bekanntlich in diesem Sommer in die Regionalliga Süd (in Aspach (8.000 Einwohner) spricht man daher auch vom Sommermärchen 2009) aufstieg und dabei vergaß, ihren Sportplatz für derlei Eskapaden auszustatten. Daher darf der Club bis auf weiteres seine Heimspiele im 30 Kilometer entfernten Heilbronn austragen.

Die Gästekurve entzündete unmittelbar vor dem Anpfiff eine Menge Rauch und sorgte damit für einen der wenigen Höhepunkte an diesem Nachmittag. Die 1:0 Führung für die sogenannten Hausherren war das zweite und letzte freudige Ereignis des Tages. Im zweiten Durchgang machte der VfB mit der SG kurzen Prozess und gewann am Ende deutlich und erwartungsgemäß.

Tore: 1:0 (37. Min.) Ismaili, 1:1 (55. Min.) Hitzlsperger, 1:2 (62. Min.) Cacau, 1:3 (66. Min.) Simak, 1:4 (88. Min.) Simak

 
 
 

Stadion:

Das Frankenstadion in Heilbronn existiert in seiner heutigen Form seit 1988 und wurde mit dem Spiel einer Stadtauswahl gegen den VfB Stuttgart eingeweiht. Sport getrieben wird auf diesem Gelände seit 1920. Die damalige Wettkampfstätte wurde im 2. Weltkrieg vollständig zerstört und erst 1954 als Städtisches Stadion wiederaufgebaut. Es diente dem VfR Heilbronn als Heimstätte, der in den 70er Jahren beachtliche Zuschauerzahlen zu verzeichnen hatte. 1974 stieg der VfR in die 2. Bundesliga auf und 1975 wieder ab. Im Jahre 2003 musste sich der Club die Fusion mit der SpVgg 07 retten und heute kickt im Frankenstadion der Fusionsverein FC Heilbronn. Neben einer Laufbahn und einer Anzeigetafel gibt es noch eine überdachte Haupttribüne. Der Rest der Anlage ist von Betonstufen umgeben.

 
 

Tageskilometer:                1.486 km mit der Bahn von Berlin nach Heilbronn und zurück

Saisonkilometer:               6.830 km KFZ (3.196 km Flug, 2.082 km Bahn, 1.552 km KFZ)

zum Vergleich 08/09: 59.549 km: (16.833 km Flugzeug, 30.001 km Bahn, 12.355 KFZ, 360 km Bus)

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