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Serie C1/A, Saison 08/09, 09.11.2008 |
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U. S. Cremonese - S. S. Sambenedettese Calcio 2:1 Cremona, Stadio Giovanni Zini (3.801 Zuschauer) |
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Trotz aller Zeit auf dieser Welt gab es keine Gründe länger als unbedingt nötig in Brescia auszuharren. Die Heizung des Musa durfte Höchstleistungen verbringen und das Denkorgan schloss sich dem Radiator an. Da das Zimmer in Bergamo an diesem Abend nicht verfügbar war, musste eine neue Absteige her. Nur wo? Planmäßig sollte am Sonntag ein Fußballspiel der Kategorie (Serie) C in Cremona und ein Eishockeymatch (Serie B) am Abend in Varese besucht werden. Also erstmal auf nach Cremona, Heimat der berühmten Stradivari-Geige, welches im Prinzip in der Mitte zwischen Brescia und Piacenza ganz im Süden der Lombardei liegt. Nach einer Stunde wurde auch dieses Teilstück gemeistert und wieder kreisten die Gedanken, dass die Anmietung totaler Kokolores war, da für die eben zurückgelegte Strecke die Bahn auch gerade mal eine Stunde brauchte und gerade mal 4,20 Euro kostete. Aber war ja auch alles ein wenig anderes geplant und außerdem ist der Konjunktiv die Krücke der schlechten Planer. In Cremona angekommen musste erstmal eine Absteige her (Preisobergrenze 30 Euro) und laut Reiseführer sollte das günstigste Hotel direkt am Dom liegen. Dieses wurde auf Anhieb gefunden, während sich die Parkplatzsuche ein wenig schwieriger gestaltete. Bei der Albergo Duomo handelte es sich genauso genommen um eine Art Edel-Pizzeria mit ein paar Zimmern und eine Einzelsuite kostet normalerweise 45 Euro mit ohne Frühstück, aber nach ein bisschen Rumfeilschen war es für einen Zehner weniger zu haben. Zeit sich in Getümmel namens Nachtleben stürzen. Das Abendbrot wurde in einer Pizzeria in der Nähe vom Bahnhof eingeworfen und dank eines deutschen Touristenpärchens mangelt es an Unterhaltung nicht. Der feminine Teil dieser verhängnisvollen Beziehung missbilligte die kühle Art des maskulinen Parts. Er wiederum verstand die Vorwürfe nicht und antworte diplomatisch richtig mit den Worten: „Willste auch mal von meiner Pizza probieren?“ Änderte zwar jetzt nichts an ihrer Rumnerverei, belustigte aber den Gast am Nebentisch. Da mundete der Liter Rotwein gleich noch besser und auch auf die Verhaltenswünsche der Dame an ihren Göttergatten für die nächsten Tage konterte er mit einer simplen Frage, ob sie denn auch noch einen Nachtisch möchte. Köstlich, zumal kurz darauf die Nummer meiner Göttergattin auf dem Display aufleuchtete und Harry und Sally für Assis am Nebentisch mitbekamen, dass dort jemand sitzt der die deutsche Sprache (einigermaßen) beherrscht. Damit war die Vorführung leider auch schon beendet und durch den ziemlich schnell runter gekippten Liter Rotwein beseelt musste vor dem zu Bettchen gehen eine Bar aufgesucht werden. Davon gibt es in Cremona genug und durch das strenge Raucherverbot spielt sich das Nachtleben auch bei den mittlerweile geringen Temperaturen vor den Läden ab. Dort durfte ich noch die Bekanntschaft zweier Einheimischer machen und bei Aperol Prosecco und Gesprächen über Calcio, Berlino und anderen unnützen Themen durfte ich mir noch den Zorn der Hotelbesitzerin zuziehen, da diese noch zwecks Aushändigung des Zimmerschlüssels auf mich warten musste. War ja erst halb zwei! Ein leichtes Schädeltrauma in Verbindung mit Mördersodbrennen fungierte als Wecker und kurz darüber sinniert, ob der Besuch des C1-Baskettballmatches im 20 Kilometer Piadena nicht gesünder gewesen wäre. Na ja, nach einer Stunde Rumlatscherei im Morgennebel war der Geist wieder einigermaßen klar und Zeit sich allmählich dem Tagesprogramm zu widmen. Da der Rückflug erst am nächsten Morgen (Montag) um 9:30 Uhr anstand (Realität – vier Stunden Verspätung weil die Maschine vov Rom kommend einen ganzen Vogelstamm mit seinen Turbinen ins Jenseits befördert hatt) und zudem das Hostel in Bergamo bereits gebucht war, musste nur noch ein gescheites Abendprogramm her. Am Ende blieb es beim zunächst nur locker ins Auge gefassten Serie-B-Eishockeymatch in Varese (welches trotz der nur 300 Zuschauer dank der gut 100 Milano-Ultras top war). Gegen 13 Uhr ging es dann auf zum Stadio Giovanni Zini, welches unweit des Bahnhofs im Nordosten der Stadt liegt. Zwar hatten die Kassen 1 ½ Stunden vor Spielbeginn schon geöffnet (Kauf unter Vorlage des Persos total problemlos), aber die Stadiontore gingen erst eine halbe Stunde später auf. |
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Unione Sportiva Cremonese spielte Anfang bis Mitte der 90er Jahre in der Serie A und gewann 1993 die Torneo Anglo-Italiano. S. S. Società Sportiva Sambenedettese Calcio ist in San Benedetto del Tronto (Region Marken) beheimatet, welches direkt am Meer etwa 30 km östlich von Ascoli liegt. Wer schon mal die Autostrada Adriatica (A14, Bologna - Taranto) gefahren und an San Benedetto vorbeigekommen ist, dem ist vielleicht dort mal ein ziemlich großes Stadion aufgefallen. Das ist das Stadio Riviera delle Palme (geiler Name!) von Sambenedettese Calcio. Wenn der Vierte gegen den Vierzehnten antritt darf man sicherlich kein Freund ästhetischer Darbietungen sein, aber weit gefehlt, meine Herren. Das Spiel war um Längen besser als der gestrige Serie-B-Kick und lockte zudem wesentlich mehr Zuschauer an. Die rund 50 Gästefans feierten mehr als dass sie supporteten und auch der heimische Anhang war stets bemüht so etwas wie Atmosphäre zu bieten. Dabei wurde auch an bunten Lichtern nicht gespart, was allerdings zu einigen kleinen Auseinandersetzungen mit den Kollegen führte gab, die den Rauch aufgrund der Windverhältnisse stets in die Fresse bekamen. Apropos eins auf die Fresse bekommen, da soll es letzte Woche was gegeben haben, an irgendeinem Autogrill für oder von lokalen Ultras, aber mehr war von meinem Sitznachbarn nicht in Erfahrung zu bringen. Tore: 1:0 (55. Min.) Gori, 2:0 (65. Min.), 2:1 (70. Min.) Morini |
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Stadion: Ein für italienische Verhältnisse ganz hübsches Stadion nennt die Stadt Cremona sein Eigen. Vier unterschiedliche Seiten, drei davon unüberdacht, hat es zu bieten. Die Hintertorseiten sind eher schlichte Betonteile, wovon die Seite für die Einheimischen mit ganz netten Graffitis verziert ist. Die Gegengerade ist vornehmlich aus Stahlrohr und meist komplett gesperrt, da sich der Zuschauerandrang (durchschnittlich 3.500 Besucher in der letzten Saison) doch arg in Grenzen hält. Die Haupttribüne ist dreigeteilt; in der Mitte gibt es eine klassische überdachte Sitzplatztribüne und rechts und links davon ähnliche Bauten, wobei die linke über eine etwas spacige Dachkonstruktion verfügt. |
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Tageskilometer: 949 km, davon 151 km KFZ von Brescia via Cremona nach Bergamo, 798 km Flug von Bergamo - Berlin Saisonkilometer: 37.122 km: 12.371 km Flugzeug, 22.557 km Bahn, 1.974 km KFZ, 220 km Bus zum Vergleich 07/08: 63.094 km: (34.822 km Flugzeug, 15.407 km KFZ, 10.895 km Bahn, 1.157 km Bus, 490 km Schiff) |
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