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1. Bundesliga, Saison 08/09, 28.10.2008

 

Karlsruher SC - FC Schalke 04

0:3

Karlsruhe, Wildparkstadion (29.164 Zuschauer)

 

Der ursprüngliche Plan, noch den Montag in Wien abzuasseln und dann am Dienstag direkt nach Karlsruhe zu fahren wurde aus zweierlei Gründen in die Tonne gekloppt. Zum einen wegen der Zusatzkosten und zum anderen weil ich bislang sehr sparsam mit meinen Billigtickets umgegangen bin. So verließ ich Neumarkt und die Oberpfalz via Nürnbeg und steuerte den Hauptstadtbahnhof an. Die Züge waren alle gerammelt voll und verspätet und im allgemeinen Chaos konnte keine Reduzierung des Fahrscheinkontingents herbeigeführt werden. Dienstagmittag ging es somit wieder auf die Reise und diesmal (wie so oft) fatalerweise ohne einen eingebauten Zeitpuffer. Ging natürlich voll die Hose! Kurz vor Anpfiff konnte ich den Zug verlassen, den Rucksack zu absolut überzogenen Preisen im Schließfach verstauen und schließlich strammen Schrittes im strömenden Regen zum Stadion laufen. In geistiger Umnachtung tauschte ich vor zwei Wochen meinen Steher in einen Sitzer, doch diesmal war die Senilität auf meiner Seite. Beim Spielstand von 0:2 durfte ich unter die Überdachung, zwar mit nassen Füßen, aber immerhin und nur noch für 75 Minuten Fußball gucken. Ein Tor, eine lustige rote Karte und eine total sicher agierende Schalker Elf durfte ich so zumindest noch bewundern. Was fehlt? Richtig, die Bilder – die werden auch weiterhin fehlen, da ich in der Hektik vergaß den Fotoapparat vor dem Einschließen aus dem Rucksack zu holen. Man ist halt auch nicht mehr der Jüngste.

Tore: 0:1 (15. Min.) Bordon, 0:2 (20. Min.) Kuranyi, 0:3 (67. Min.) Farfan.

 

Vereine:

 

Der Karlsruher SC wurde am 1. November 1894 als Karlsruher FC Phönix gegründet und im Jahre 1909 in Breslau Deutscher Meister (gegen Viktoria 89 Berlin). Nach der Fusion mit FC Alemannia 1897 Karlsruhe hieß der Verein Karlsruher FC Phönix-Alemannia. Nur noch 1910 konnten sich die Karlsruher für die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft qualifizieren und ausgerechnet in dem Jahr gewann der Ortsrivale Karlsruher FV seine einzige deutsche Meisterschaft. Nach dem zweiten Weltkrieg waren aber weder der KSC noch der KFV der erfolgreichste Verein am Platz, sondern der VfB Mühlberg (1905 gegründet und seit 1947 in der Oberliga, der damals höchsten deutschen Spielklasse, vertreten). So kam es am 16.10.1952 zur Fusion des VfB Mühlberg mit dem Karlsruher FC Phönix-Alemannia zum Karlsruher SC. Mit dieser Fusion begann die erfolgreichste Zeit des neuen Vereins: 1955 Pokalsieger (3:2 gegen Schalke), 1956 Pokalsieger (3:1 gegen den HSV) und Vizemeister und 1963 Gründungsmitglied der Bundesliga (bis zum ersten Abstieg 1968). Eine glanzvolle Ära erlebte der KSC noch einmal Mitte der 90er Jahre, als er sich mehrfach für den UEFA-Cup qualifizieren konnte.

Im Mai 1904 (ob es wirklich der 4. Mai war ist historisch nicht belegt) wurde der SC Westfalia 04 Schalke gegründet. Im Jahre 1912 schloss sich kurzzeitig (bis 1913) die Fußballabteilung dem TV 1877 Schalke an. 1919 erfolgte die Fusion des TV 1877 Schalke zum TuS 1877 Schalke an. Ab 1924 nannte sich die Fußballabteilung FC Schalke 04. Insgesamt sieben Mal Deutscher Meister (1934, 1935, 1937, 1939, 1940, 1942 und 1958), viermal Pokalsieger (1937, 1972, 2001 und 2002) und einmal UEFA-Cup Sieger (1997). Die ganze Geschichte ist hier zu finden.

 

Stadion:

 

An der Stelle wo heute das Wildparkstadion steht, befand sich seit 1921 der Sportplatz des FC Phönix. 1952 wurde mit dem Bau eines Mehrzweckstadions begonnen und nach gut dreijähriger Bauzeit mit einem internationalen Leichtathletikfest eingeweiht. In den 70er Jahren wurde die Gegengerade ausgebaut und eine Flutlichtanlage installiert. 1993 erfolgte die Einweihung der neuen Haupttribüne, welche bei einem zukünftigen Umbau des Stadions in eine reine Fußballarena bestehen bleiben soll. Ursprünglich konnten im Wildparkstadion rund 55.000 Fans die Spiele verfolgen. Nach der Umwandlung von Steh- in Sitzplätze liegt das Fassungsvermögen heute bei 29.669 Zuschauern. Ein echter optischer Leckerbissen ist die Gegentribüne mit ihrem Giebeldach. Die Kurven sind nicht überdacht und eher schlicht, während die Haupttribüne mit ihrer eigenwilligen Dachkonstruktion sehr modern wirkt.

 

Tageskilometer:              1.448 km mit der Bahn von Berlin nach Karlsruhe und zurück

Saisonkilometer:          32.073 km: 8.576 km Flugzeug, 21.511 km Bahn, 1.766 km KFZ, 220 km Bus

zum Vergleich 07/08: 63.094 km: (34.822 km Flugzeug, 15.407 km KFZ, 10.895 km Bahn, 1.157 km Bus, 490 km Schiff)

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