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1. Bundesliga , Saison 08/09, 11.09.2008 |
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Borussia Dortmund - FC Schalke 04 3:3 Dortmund, Westfalenstadion (80.522 Zuschauer) |
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„Himmel hoch jauchzend, zu Tode betrübt!“ singt normalerweise das Klärchen, aber um Singsang soll es hier erst gar nicht gehen. Da die Jungs von der Sektion Berlin direkt nach dem Spiel wieder zurück wollten, sattelte ich auf mein Lieblingspferd um und im Galopp ging es bis Bielefeld. Dort folgte der Umstieg auf den Esel und eben dieser Regionalligaexpress war zu 9/10 mit so genannten Fußballfans gefüllt. Wiederum 80 % davon waren anhand der widerwärtigen Gelbschwarzweißlilanen (Kleine Quizfrage am Rande: Von 500 Zugreisenden waren wie viele dem Abschaum zuzuordnen?), wodurch die Reststrecke alles andere als angenehm war. In der verbotenen Stadt gab es an der U-Bahn ein bisschen Trouble, aber da kämpften die Anderen gegen die Anderen, was man natürlich gerne sah. Ohne viel Federlesen ging es schnurstracks zur Strobelallee, wo man endlich wieder modische Farben an richtigen Menschen (nicht alles auf die Goldwaage legen, auch bei den Blauen gibt es einige wenige Vollpfosten) zu Gesicht bekam. Nach ein bisschen Guten Tag sagen und einem einzigen kleinen Bierchen ging es diesmal recht frühzeitig vorbei an den äußerst korrekten Ordnern (keine Ironie) in den Gästeblock. Die Sektion Berlin war natürlich auch schon da und gemeinsam genossen wir das Bad in der Sonne sowie Menge und freuten uns auf den Derbysieg Nummer soundso. Nach vor dem Anpfiff kochte der Gästeblock (insgesamt waren rund 15.000 Blaue vor Ort), als Norbert „The Brain“ Dickel, anscheinend vollgepumpt mit Psychopharmaka, die einheimische Fanschar mit der gehaltvollen Buchstabenkombination „Beee-Vaauuuuuu-Beeee“ zu animieren versuchte. Reagiert haben nur die Blauen, die knackig und brachial mit „Scheiß BVB“ antworteten. Jeder Stadionsprecher der auch nur halbwegs an Hirn ausgestattet ist, hätte es bei diesem ersten Rohrkrepierer belassen, aber „The Brain“ machte sehr zur Belustigung der schlauen Blauen munter weiter. So manch einer opferte schon vor 15:30 Uhr seine Stimmbänder und das auch noch gerne. Mann, haben wir gelacht! Das Spiel war in der ersten Halbzeit eigentlich ganz ausgeglichen, trotzdem netzten die Schalker zweimal locker ein und eben so häufig fielen „einige“ Bierbecher in den prallgefüllten Blöcken um. Aber solche Opfer nimmt man ja schließlich gerne in Kauf. Die Stimmung war geradezu euphorisch, während auf der anderen Seite nach anfänglichem Support so gut wie gar nix mehr kam. Der zweite Durchgang begann wie der erste aufgehört hatte: Die einen bemüht, die anderen erfolgreich und bis zum 0:3 brauchte man nicht lange warten. Dieser Torjubel war noch intensiver als die vorherigen und wieder flogen Becher kreuz und quer durch den Block, weil man sie einfach nicht festhalten konnte. Die Haupttribüne leerte sich daraufhin und die heimische Elf ist mehr mit sich selbst beschäftigt und mental tot, während man im Gästeblock die Sekunden bis zum nächsten Todesstoß (0:4, das schönste aller Auswärtsresultate) zählt. Zehn Minuten nach unserem dritten Tor irrt der sonnenbankgebräunte R. W. in seinem Strafraum umher und Kevin nickt ein – 0:4 – so dachten viele. Aber wegen Abseits wohl nicht anerkannt, wird allgemein vermutet, dass unser Topstürmer das Ding aber einfach nur neben das Tor gesetzt hatte (was übrigens weit schwieriger war als ihn rein zumachen) erfährt der Stadionbesucher erst viel später. Die Stimmung war weiterhin genial und auf dem Siedepunkt, während auf der anderen Seite Totenstille herrschte. Fast im Gegenzug fällt das 1:3, aber das juckt im Prinzip Keinen und man ist erstaunt, dass da drüben doch noch welche sind. Als dann drei weitere Minuten irgendein Blinder ausholt, kracht es schon wieder im Gebälk und in diesem Moment geht die eigene Gefühlsweit von „Himmel hoch jauchzend“ langsam in „zu Tode betrübt“ über (der ganze Prozess dauerte am Ende rund 25 Minuten ) und gleichzeitig erreichte mich eine SMS mit dem schlanken Inhalt ABSEITS. Bei einem Distanzschuss Abseits? Experten! (War es dann aber doch!). Plötzlich hadern die Götter mit sich selbst und die anderen kriegen Oberwasser. Ich, eigentlich der Pessimist, bin nur damit beschäftigt mein Umfeld mit den Worten zu beruhigen „mindestens ein Konter wird sitzen“. Wieder drei Minuten später fliegt Pander mit Gelb-Rot vom Platz und nach weiteren 180 Sekunden säbelt Ernst seinen Gegenpart von hinten in die Parade. Verdient, die rote Karte allerdings auch! Mein Argument mit dem sitzenden Konter geht jetzt voll den Bach runter. Offiziell sind noch 14 Minuten plus mindestens fünf Minuten Nachspielzeit zu überstehen und zunächst sieht es gar nicht mal schlecht aus. Der Ball wird zwar nur noch blind nach vorne geschlagen und auch Jones, der ansonsten auch mal kratergroße Löcher stopfen konnte war völlig ausgepowert, dafür stellten sich die Blinden vor dem Tor reichlich dusselig an. Dennoch brennt es an allen Ecken und Enden, aber noch steht der Derbysieg. Die Minuten verrinnen, aber leider nicht schnell genug um das Blindschwein von Schiedsrichter von seinem absurden Tun noch abzuhalten. Elfmeter drin, danach folgte noch eine kleine Rudelbildung und der Parteiische, völlig mit den Nerven runter, machte alsbald dem Spuk ein Ende. Tore: 0:1 (20. Min.) Farfan, 0:2 ( 40. Min.) Rafinha (FE), 0:3 (55. Min.) Westermann, 1:3 (67. Min.) Subotic, 2:3 (70. Min.) Frei, 3:3 (89. Min.) Frei (FE) |
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Vereine: |
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Im Mai 1904 (ob es wirklich der 4. Mai war, ist historisch nicht belegt) wurde der SC Westfalia 04 Schalke gegründet. Im Jahre 1912 schloss sich kurzeitig (bis 1913) die Fußballabteilung dem TV 1877 Schalke an. 1919 erfolgte die Fusion des TV 1877 Schalke zum TuS 1877 Schalke an. Ab 1924 nannte sich die Fußballabteilung FC Schalke 04. Insgesamt sieben Mal Deutscher Meister (1934, 1935, 1937, 1939, 1940, 1942 und 1958), viermal Pokalsieger (1937, 1972, 2001 und 2002) und einmal UEFA-Cup Sieger (1997). Die ganze Geschichte ist hier zu finden. Die Borussia aus Dortmund wurde am 19.12.1909 aus der Fußballabteilung der Jünglingssolität der Dreifaltigkeitsgemeinde Dortmund gegründet. Im Jahre 1945 offiziell aufgelöst und im gleichen Jahr als BV Borussia Dortmund wieder gegründet. Gründungmitglied der Bundesliga und bis auf die Zeit von 1972 bis 1976 immer in der Bundesliga. Sechs Mal Deutscher Meister, zweimal Pokalsieger, 1966 als erster deutscher Verein Gewinn eines Europapokals (der Pokalsieger, 2:1 gegen Liverpool in Glasgow) und 1997 Europapokalsieger der Landesmeister (und Weltpokalsieger). |
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Stadion: |
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Im Jahre 1971 begann man mit dem Bau des Dortmunder Westfalenstadion direkt hinter der Haupttribüne des Stadions Rote Erde. Bau ist wahrscheinlich zuviel gesagt, denn eher wurde die neue Spielstätte auch 26 nahezu identischen Bauteilen zusammengesetzt. Bei der Eröffnung der Weltmeisterschaft 1974 betrug das Fassungsvermögen 54.000 Zuschauer. Es ist die Enge, die die Heimstätte von Borussia Dortmund auszeichnet. Fast alle Plätze sind überdacht und der Zuschauer erlebt das Spiel hautnah. 1992 wurden in den unteren Bereichen der Ost- und Westtribüne die Stehplätze entfernt und mit Sitzschalen ausgestattet. Ähnliches passierte mit der Nordtribüne, wo auch Stehplätze den Sitzplätzen weichen mussten. Durch die Maßnahmen sank die Kapazität auf rund 43.000 Plätze. Da die Arena dadurch zu klein wurde, wurden 1995 auf der Ost- und auf der Westtribüne ca. 12.000 Sitzplätze erschaffen und damit das alte Fassungsvermögen von 55.000 wiederhergestellt. Aber auch diese Kapazität erwies sich für zu gering und so wurden abermals Erweiterungsarbeiten durchgeführt. Diesmal an der Nord- und Südtribüne, wodurch das Westfalenstadion dann für ca. 68.600 Zuschauer ausgelegt war. Da auf der Südtribüne nicht die Stehplätze in Sitzplätze umgewandelt wurden, können heute 25.000 Fans das Spiel verfolgen (Ausnahme sind lediglich die Spiele im Europapokal). |
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Tageskilometer: 461 km mit der Bahn von Berlin aus Saisonkilometer: 24.494 km: 8.103 km Flugzeug, 15.575 km Bahn, 596 km KFZ, 220 km Bus zum Vergleich 07/08: 63.094 km: (34.822 km Flugzeug, 15.407 km KFZ, 10.895 km Bahn, 1.157 km Bus, 490 km Schiff) |
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