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Landesliga Sachsen, Saison 07/08, 17.02.08

 

   

SV 1919 Grimma - 1. FC Lokomotive Leipzig

1:2

Grimma, Stadion der Freundschaft (1.871 Zuschauer)

 

Nachdem in den letzten Wochen so manche Reisegestaltung dem Wetter oder der Unlust zum Opfer fiel, gab es an diesem Sonntag ein Spiel, welches keiner (und damit entgegen der sonstigen Gewohnheiten) akribischer Tourenplanung bedurfte. So fanden sich die elektronisch angeschrieben Globetrotter pünktlich am Bahnhof Zoologischer Garten ein (namentlich die Unioner Jacob, Stefan, der 60er Christian und natürlich mein alter Kumpan Renato aus Lichtenberg) um im Kollektiv das Muldetal auszubaldowern. Die gut zweistündige Spritztour war reich an Erzählungen und arm an Erlebnissen, so dass wir die Ortseinfahrt nach Grimma pünktlich passierten. Vom Parkplatz der Freundschaft zum gleichnamigen Stadion war es nur ein Katzensprung und so lösten wir alle artig die Billets und mischten uns unter das einheimische Fanvolk, da die Meute von auswärts eh schon zahlenmäßig überlegen war. Der 1919 gegründete SV Grimma, hieß früher meist Motor (aber auch Stahl bzw. Nagema) und empfing heute den Zuschauermagneten der Sachsenliga: 1. FC Lokomotive Leipzig. Mit im Gepäck hatte der traditionsreiche Club (Deutscher Meister 1903, 1906, 1913 und Bezirkspokalsieger 2007 – um mal die wichtigsten Titel exemplarisch zu nennen) gut 1.500 Anhänger, die ihre Mannschaft siegen sehen wollten. Rituell stand vor dem Anpfiff für unsere lustige Reisegruppe erstmal das Degustieren der lokalen Köstlichkeiten. Das Resultat war zumindest für den Freiluftverkauf niederschmetternd, dafür aber einstimmig. Die Senfpeitschen hatten einen schalen Abgang und der angebotene Früchtetee hatte ein eher holziges Aroma. Dafür überzeugte das Angebot in der Stadiongaststätte, wo nicht nur die Speisen appetitlich serviert wurden, sondern auch das ganze Interieur zum Verweilen einlud.

 

 
Spiel und Stimmung:
 

Der 1. FC Lok rangierte vor der Partie mit 11 Siegen, einem Remis und drei Niederlagen auf dem dritten Tabellenplatz, während es beim heimischen SV 1919 genau umgekehrt aussah: drei Siege, ein Remis und 11 Niederlagen – mit der logischen Konsequenz: Abstiegsplatz. Das Spiel kam nur langsam in die Gänge, aber nach der ersten Viertelstunde kontrollierten die Gäste das Geschehen und kamen somit auch zu einigen guten Tormöglichkeiten, die aber allesamt bis zur Pause ungenutzt blieben. Der zweite Durchgang begann wie der erste, nämlich schleppend. Wieder brauchten die Protagonisten eine Viertelstunde bis sie den Zuschauern eine ordentliche Leistung anboten. Lok ging nach gut einer Stunde in Führung, Grimma glich zwei Minuten später aus. Das Spiel war danach gut anzuschauen und als Lok fünf Minuten vor dem Anpfiff zum zweiten Mal einnetzte, konnte Grimma nicht mehr dagegen halten. Trotz der 1.871 Zuschauer war der Kick stimmungstechnisch leider ein wenig mau. Der Gästeanhang setzte kollektiv erst in der zweiten Halbzeit akustische Akzente, ansonsten versuchte eine Handvoll Ultras der Lethargie entgegen zu wirken. Einheimische Zuschauer hörte man nur mal kurz beim zwischenzeitlichen Ausgleich.

Tore: 0:1 (65. Min.) Adam, 1:1 (67. Min.) Pannike, 1:2 Köllner

 
 
 
 
 
Stadion:
 

 

Das Stadion der Freundschaft an der Friedrich-Oettler-Straße verfügt über eine kleine, aber überdachte Sitzplatztribüne mit gelben und blauen Schalensitzen für exakt 432 Zuschauer. Rechts und links kann man auf Betonstufen stehend das Spiel verfolgen, wobei der Luxus der Überdachung hier fehlt. Die Gegengerade wirkt im Vergleich zu der gegenüberliegenden Seite sehr pompös und bietet mindestens 5.000 Zuschauern Platz. Die Seiten hinter den Toren sind nicht ausgebaut, erwähnenswert ist aber noch das recht große und moderne Gebäude hinter dem Tor. Neben den Sozialräumen befindet sich hier die Stadiongaststätte.

 
 
 
 

Tageskilometer:                 416 km mit dem KFZ von Berlin nach Grimma und zurück

Saisonkilometer:          41.116 km: (29.407 km Flugzeug, 3.664 km KFZ, 6.888 km Bahn, 1.157 km Bus)

zum Vergleich 06/07: 44.890 km (21.098 km KFZ, 15.117 km Bahn, 7.284 km Flugzeug)

Grüße an Christian, Stefan, Jacob und Renato

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