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Dies war nun der dritte Anlauf um nach Rom zu kommen und diesmal kam kein gebrochenes Schlüsselbein (Oktober 2003) oder ein defekter Wasserkühler (Januar 2005) dazwischen. Gleichwohl musste man natürlich trotz frühzeitiger Buchung mit allerlei Schabernack von allen Seiten rechnen. Nicht nur die Damen, sondern auch Lee nebst Gemahlin wollten mit, drum diesmal das Rahmenprogramm extrem weit ausgedehnt. Vier Tage lang wurden die Hufe auf das Äußerste strapaziert und rückblickend betrachtet würde ich jetzt mal sagen, dass Rom eine extrem geile City ist. Bis auf die kleine Pyramide haben wir so ziemlich alles gesehen. Alles mehr (z. B. der Stadtteil Trastevere) oder weniger (z. B. Zirkus Maximus) zu empfehlen. Sogar die Notaufnahme des hiesigen Kinderkrankenhauses kann aufgrund der dortigen Preise an den Getränkeautomaten (60 Cent für eine gut gekühlte Dose Cola) empfohlen werden. Der eigentliche Hauptgrund dieses Abstechers rückte aufgrund der ganzen Attraktionen ein wenig in den Hintergrund, aber der Ball rollte dann doch noch. Als die endgültige Terminierung (Sonntag, 20:30 Uhr) feststand, wäre sogar noch das Heimspiel von Cisco Roma (Serie C2) am gleichen Nachmittag möglich gewesen. Zwar lautet meine Maxime für das Land am Stiefel „Kein Doppler“, aber wie das halt immer so ist mit den Vorsätzen. Dummer- bzw. glücklicher- und obendrein ungewohnterweise wurde der Kick kurzfristig auf Samstag vorgezogen. Da wir dies erst eine halbe Stunde vor dem Anpfiff bemerkten und keinen Bock auf Hetzerei hatten, fiel der gleich mal ins Wasser. Verpasst haben wir laut Gazetta einen 1:0-Sieg vor 800 Zuschauern. Nun ja, gibt Schlimmeres! Am Abend wählten wir dann den Bus (glaube Linie 628) als Fortbewegungsmittel, da wir die Tage zuvor schon zweimal körperlichen Kontakt mit Langfingern in der U-Bahn hatten. Bekommen haben sie nix, aber so fremde Fingerchen in den Hosentaschen zu spüren ist nur bedingt erotisch. Die Buslinie endete am Piazzale Marcescillo Giardino und von dort war es noch ein Viertelstündchen auf den geschundenen Füßchen zur Curva Sud, wo unsere Plätze waren. |
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Spiel & Stimmung: |
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Obwohl die Erwartungen nicht sonderlich hoch waren, wurden sie trotzdem noch mal unterboten. Obwohl in der Curva Nord ca. 15.000 Personen standen, hörte man diese nur zwei- bis dreimal und von Zaunbeflaggung auch keine Spur. Die Curva Nord hat nun nicht erst seit gestern ihre Probleme und da zum Thema Irriducibili eh schon alles geschrieben wurde, muss ich den Brei nicht noch mal durchkauen. Aus Milan und/oder dem römischen Umland waren ca. 2.000 Leutchen vor Ort und die trällerten fleißig – und vor allen Dingen – melodisch – ihre Liedchen. Da war man schon froh um jedes bißchen Abwechslung, zumal das Gegurke auf dem Rasen eine einzige Zumutung war. |
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Vereine: |
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Als am 19. Mai 1999 in Birmingham das Europapokalfinale der Pokalsieger abgepfiffen wurde, ging der S. S. Lazio in die Geschichte ein, denn es war die letzte Auseinandersetzung dieser Art und mit dem Sieg gegen RCD Mallorca sind die Römer die letzten Sieger dieses Wettbewerbs. Gegründet wurde der Verein bereits im Jahre 1886 als Società Podistica Lazio Roma; eine Fußballabteilung kam vier Jahre später hinzu. Lazio ist nicht Rom, sondern der Bezirk bzw. das Gebiet um Rom herum. Von der Tradition her eher ein Arbeiterverein bzw. ein Club für die kleinen Leute und damit das krasse Gegenteil von AS Roma. Den heute noch gültigen Vereinsnamen trägt der Verein seit 1925. Mit einigen Unterbrechungen war der S. S. Lazio erstklassig und konnte 1958 seinen ersten Titel in Form des nationalen Pokals gewinnen (1998, 2000 und 2004 wurde dieser Titel erneut errungen). Der erste Meistertitel datiert aus dem Jahre 1974. Im Zuge des großen Wettskandals 1980 flog auch Lazio (und der A. C. Milan) auf und der Verein musste zwangsabsteigen. Auch bei späteren Wettskandalen wurden die Römer immer verdächtigt. Mit dem Gewinn des italienischen Pokals im Jahre 1998 begann eine sehr erfolgreiche Zeit. Im Jahre 2000 wurde Lazio erneut Pokalsieger und zudem Landesmeister. Wie bereits erwähnt, gewann ein Jahr zuvor die Mannschaft den letztmalig ausgetragenen Europapokal der Pokalsieger.
Der AC Milan (Milan (engl. für Milano)
Associazione Calcio) wurde am 18.12.1899 gegründet. Im Jahre 1908
verließen unzufriedene Mitglieder den Verein und gründeten den
Internazionale FBC. 1938 erfolgte zunächst die Umbenennung in Milano AC
und 1945 wieder in Milan AC. Die sportlichen Erfolge: |
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Stadion: |
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Unschwer zu erraten, dass das Stadio Olimpico für die Olympischen Spiele (1960) erbaut wurde (wobei wohl hier schon seit 1927 ein Stadion stand). Zwangsläufig gibt es dort Laufbahnen und genauso zwangsläufig ist man vom Spielgeschehen gerade in den Kurven sehr weit entfernt. Alle Plätze sind überdacht und auf den ersten Blick wirkt die Architektur doch ein wenig langweilig. Die Farbe der Bestuhlung ist in türkis gehalten, wenn man vor Dreck überhaupt noch Farbe erkennt. |
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Tageskilometer: 2.800 km Berlin - Rom - Berlin Saisonkilometer: 24.032 km (15.071 km KFZ und 4.277 km mit der Bahn und 4.684 km mit dem Flugzeug) zum Vergleich 05/06: 46.387 km (10.984 km Flugzeug, 24.473 Km Bahn, 11.183 km KFZ, 288 km Schiff, 690 km Bus) |
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Grüße an Lee und Magda! |