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                 A-Jugend-Bundesliga-West, Saison 06/07, 01.10.06                               

 

    1:1  

 

Bayer 04 LeverkusenAlemannia Aachen

 

Leverkusen, Sportanlage Kurtekotten (230 Zuschauer bei freiem Eintritt)

 

 

 

(Teil 5 der Tour!) Nach Mechelen hieß die nächste Station Duisburg Hbf, den wir aufgrund einer kleinen Baustelle nur schwierig fanden. Die Zeit vertrieben wir uns mit okkultem Quatsch, genauer gesagt mit Thema Sternzeichen. Dabei offenbarte uns Carsten, dass er eine Waage ist, dem wenig markanten Tierkreiszeichen zwischen Skorpion und Jungfrau. Die Waage zeichnet sich durch extreme Kommunikationsfähigkeit aus, was wir so nun gar nicht gedacht haben. Wieder was dazu gelernt. Danach ging es ab nach Essen um bei Schwesterchen das Nachtlager zu beziehen. Am nächsten Morgen wurde erst mal ordentlich verpennt und mit einem kleinen Anflug von Hektik ging es dann ab nach Leverkusen, die Stadt, die von einem Apotheker gegründet wurde und in der ganzen Welt berühmt ist. Denn hier kreuzt die bekannteste Autobahn der Erde (die A1) die drittbekannteste Autobahn auf diesem Planeten (die A3). Daher könnte es auch sein, dass die Stadt seinen Namen durch das Autobahnkreuz Leverkusen bekam. Genaues ist aber historisch noch nicht erforscht. Pünktlich um elf war ich dann am kleinen Ulrich-Haberland-Stadion, um dort ziemlich billig ein Stadion der Regionalliga Nord mit einem U-19-Spielchen abzukreuzen. Obwohl pünktlich waren weder Mannschaften, Schiedsrichter oder gar Zuschauer vor oder hinter den Stadiontoren. Tolle Wurst – ein Zettel am Kassenhäuschen verriet den tatsächlichen Spielort: Jugendzentrum Kurtekotten. Was sich wie eine Darmerkrankung anhört ist in Wirklichkeit ein ehemaliges Gut, welches die Franzosen niederbrannten (Die Franzmänner, die wussten was schön ist und was nicht) und wohl schon in Köln liegen könnte. Eine Viertelstunde nach Anpfiff fand ich auch dieses Stadion, obwohl ich erst überlegt hatte das Spiel jetzt ganz sausen zu lassen. Aber was will man morgens um elf in Leverkusen? Was will man überhaupt in Leverkusen? Der Eintritt war frei und die Anlage entpuppte sich als ganz netter Neubau mit einem ebenso neuen Vereinsheim, wo die Bedienung Kaffee, Brötchen und sonstige Köstlichkeiten an den Mann brachte. Also wurde erst mal eingekauft, sich ein neues Sonnenplätzchen in so einer Art Biergarten davor gesucht und dann hieß es Frühstücken, Reviersport lesen, mit einem Auge Fubbes gucken und natürlich Sozialstudien betreiben. Die ganze Creme de la Creme Leverkusens war vor Ort und gab sich ein Stell-Dich-Ein (Gesprächsnotiz aus dem ehelichen Wortwechsel: „Roswitha, ich gehe mal eben rum „Guten-Tach-sagen“ – ist gut fürs Geschäft!“).

 

 

Spiel :

 

Kaum hatte ich Platz genommen und meine Augen von Roswitha gewandt, da schlug der Ball auch schon im Netz ein (schönes Ding genau in den Winkel). Gegen Ende fiel dann noch der Ausgleich durch einen Foulelfmeter.

Tore: 0:1 (30. Min.) Schmied, 1:1 (75. Min.) Schmidt (FE).

 

Stimmung:

 

Fehlanzeige

 

Stadion:

 

Fast unbemerkt von der Weltöffentlichkeit baute der TSV Bayer 04 Leverkusen in Kurtekotten ein kleines Stadion. Die Anlage ist auf drei Seiten unbebaut, verfügt aber auf der einen Längsseite über eine ganz nette Tribüne. Ich habe schon langweiligere Jugendsportplätze gesehen. Abgerundet wird das Angebot für Stadionbesucher durch das Sozialgebäude, wo die Gastwirte zu kleinen Preisen Essen und Trinken ausschenken.

 

 

Tageskilometer:                 65 km von Essen nach Leverkusen

Saisonkilometer:          8.055 km (6.011 km KFZ und 2.044 km mit der Bahn)

zum Vergleich 05/06: 46.387 km (10.984 km Flugzeug, 24.473 Km Bahn, 11.183 km KFZ, 288 km Schiff, 690 km Bus)

 

 

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