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                 III. Liga, Grupa III, Saison 06/07, 24.09.06                               

 

    1:1  

 

MKS Polonia SlubiceGKS Katowice

 

Slubice, Stadion OSiR (1.500 Zuschauer)

 

 

 

 

Da Polonia Slubice normalerweise über einen Zuschauerschnitt von knapp 400 verfügt, konnte man sich an drei Fingern abzählen, dass mit dem heutigen Gast aus dem oberschlesischen Steinkohlegebiet diese Zahl locker übertroffen werden könnte. Nach dem Zwangsabstieg in die vierte Liga von GKS Katowice im Jahre 2005 hat man im Sommer mit dem Aufstieg in die dritthöchste Spielklasse den ersten Schritt zurück in die Erstklassigkeit vollzogen. Mit dem Zug ging es recht früh Richtung Frankfurt, mittendrin musste allerdings wieder der Rückwärtsgang eingelegt werden, da man clevererweise die amtlichen Ausweispapiere zu Hause hat liegen lassen. Zwei Stunden vor Spielbeginn rollte der Zug dann in die Kleiststadt ein und danach ging es per pedes runter zum Fluss, dann über die Brücke (und zugleich Grenze) und schließlich mit dem Taxi zum ehemaligen Ostmarkstadion in der ehemaligen Frankfurter Dammvorstadt. Vor nicht allzu langer Zeit (ca. 60 Jahre) hätte man die ganze Strecke auch ohne Umsteigen mit der Straßenbahn (Linie 2, für diejenige die es interessiert) fahren können. Aber das nur am Rande. Eineinhalb Stunden vor dem Anpfiff waren die Kassen noch nicht besetzt und so konnte man noch gemütlich über den Polen-Markt marschieren und zuschauen wie bundesdeutsche Staatsbürger einen Haufen sinnloser Scheisse wegschleppten, der Hauptsache billig war. Für mich persönlich gab es hier rein gar nix, selbst auf die günstigen Kippen musste verzichtet werden, weil diese eben schmecken wie Schattenanbau hinter einer Bahnhofstoilette. Als ich eine halbe Stunde später zum Stadion zurückkehrte, sah ich noch einen Haufen Jugendlicher in gelben T-Shirts, die munter über die Zäune stiegen.  Kaum hatte ich mir ein Plätzchen gesichert, wurde noch eine Autobesatzung aus dem Frankfurter Raum gesichtet.

 

 

Spiel:

 

Nun ja, für ein Spiel der dritten polnischen Liga war es besser als erwartet. Leider nicht sonderlich spannend, da beide Tore bereits im ersten Durchgang fielen, aber zumindest mit einigen Torraumszenen hüben wie drüben. Den Anfang machten die Gäste nach einer Viertelstunde, Slubice konnte aber zwanzig Minuten später per Foulelfmeter ausgleichen.

Tore: 0:1 (15. Min.) Markowski, 1:1 (35. Min.) Bugai (FE)

 

 

Stimmung:

 

Ca. 150 Gästefans bevölkerten den extra dafür vorgesehenen Block und diese machten gerade am Anfang gut Radau. Obwohl abgesperrt, konnte die einheimische Bevölkerung munter dadurch spazieren ohne dass irgendwas passiert wäre. Seltsam auch, dass die Jungs in den schlichten, aber gelben T-Shirts auch fröhlich Bierkisten, Sporttaschen und sonstiges Zeugs in den Block schleppen konnten. Die restlichen Zuschauer zum Großteil auf der Gegengeraden, direkt neben dem Gästeblock, waren vor allen Dingen beim Ausgleichstor zu hören. Nach 80 Spielminuten verließen dann die Gästefans das Stadion. Was das jetzt sollte, weiß ich auch nicht.

 

 

Stadion:

 

Wirklich imposant wirken die Arkaden auf der östlichen Seite des Stadions. Welchen Sinn dieser opulente Bau hatte, scheint nicht ganz klar. Einige Quellen sprechen von Notstandsarbeiten, einer Art Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Der erste Bauabschnitt geht auf das Jahr 1915 zurück, als hier russische Kriegsgefangene den Platz einebneten. 1927 feierte man die komplette Fertigstellung des Stadions an der Kleisthöhe, das später in Ostmarkstadion umbenannt wurde. Neben einigen Sitzreihen unter den Rundbögen gibt es links davon eine unüberdachte Sitzplatztribüne und einige Stufen an der westlichen Hintertorseite. Die andere Gerade ist nicht gebaut und wird es wohl auch nicht mehr werden, denn direkt an die Laufbahn schließt sich das 1926 errichtete Schwimmstadion an. Der Haupteingang der Spielstätte liegt übrigens auf einer Brücke mit einem herrlichen Blick auf die Arkaden.

Altes Foto vom Stadion: http://194.76.233.16/stadt/stbild/sthisb13.htm

 

 

 

 

 

 

Das Schwimmbad:

 

 

Tageskilometer:               202 km mit der Bahn von Berlin nach Frankfurt/Oder und zurück

Saisonkilometer:          6.525 km (4.481 km KFZ und 2.044 km mit der Bahn)

zum Vergleich 05/06: 46.387 km (10.984 km Flugzeug, 24.473 Km Bahn, 11.183 km KFZ, 288 km Schiff, 690 km Bus)

Grüße an Ascheberscher & Kollegen

 

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