[zurück zur Übersicht]

 

                 DFB-Pokal, Saison 06/07, 09.09.2006                         

 

   1:9  

 

FC Hansa Rostock II - FC Schalke 04

 

Rostock, Ostseestadion (ca. 3.500 Zuschauer)

 

 

Hansa II – nicht gerade ein Traumlos, aber zumindest sicheres Weiterkommen und eine nicht so zeitintensive Anreise garantiert. Daher war mal wieder ein Familienausflug angesagt und anstatt sich den 13-Uhr-Kick in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern reinzuziehen, hieß es am Strand von Warnemünde entspannen. Da das Wetter nur bedingt mitspielte, entschlossen sich auch die Damen mit ins Ostseestadion zu kommen, wo eine Dreiviertelstunde vor Spielbeginn so gut wir gar nix los war. Wahrscheinlich aus Langeweile machten die Ordner ihren Job äußerst penibel und selbst einen leeren Rucksack durfte man nicht mit ins Stadion nehmen. Absolut sinnfrei!

 

 

Spiel:

 

Ohne viel Mühe und dank der tatkräftigen Unterstützung des Rostockers Torhüters zogen die Knappen in Runde zwei ein.

Tore: 0:1 (12. Min.) Kuranyi, 0:2 (15. Min.) Asamoah, 0:3 (20. Min.) Lincoln, 0:4 (30. Min.) Kuranyi, 0:5 (35. Min.) Asamoah, 1:5 (46. Min.) Franke, 1:6 (55. Min.) Bordon, 1:7 (60. Min.) Halil Altintop, 1:8 (70. Min.) Lincoln, 1:9 (85. Min.) Varela.

 

Stimmung:

 

Wenig Licht und viel Schatten möchte ich mal so sagen. Ca. 350 Gästefans versammelten sich im Block und von Anfang an wurden richtig schöne Liedchen geträllert. Alles unter der Anleitung der UGE und mitgemacht haben mindestens 2/3 Drittel der Schalker. Schade, dass so was selten klappt, wenn man mit ein paar tausend auswärts unterwegs ist. Die Ultras…ups…Suptras der Hansestadt stellten sich in den Block daneben und hielten gut dagegen (juhu, reimt sich). Gerade in der Anfangsphase gab es ein richtig schönes Gesangsduell. Im zweiten Durchgang stellten sie den Support dann aber leider ganz ein und auf Schalker Seite wurde dann bis zum Ende des Spiels ein feiner, aber nicht ganz so lauter Dauersupport durchgezogen. Trotz des einseitigen Spiels ein durchaus gelungener Nachmittag. Soviel zum Licht, bleibt noch der Schatten. Die Massenmedien werden die Urwaltlaute gegen Asamoah sicherlich ausreichend würdigen, daher brauche ich hier nicht mehr darauf einzugehen. Unmöglich finde ich es aber trotzdem und es waren nicht „nur“ zwanzig alkoholisierte Vollpfosten, sondern eine ganz beachtliche Anzahl von Leuten, die wussten was sie machten.

 

 

Stadion:

 

Das Ostseestadion, so wie es sich heute präsentierte, wurde am 04. August 2001 im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (0:3) eröffnet. Es hat ein Fassungsvermögen von 30.000 Plätzen (davon 10.000 Stehplätze), ist komplett überdacht und ein reines Fußballstadion.

Die Geschichte dieser Sportstätte beginnt bereits im Jahre 1923. In sechs Jahren errichteten Arbeitersportler in der Barnsdorfer Sandkuhle das Volksstadion. Im Jahre 1936, mit dem Verbot der Arbeitersportler (1933), zogen die Nazis hier ein und errichteten einen monumentalen Aufmarschplatz. 72.000 Menschen fanden sich hier im Jahre 1939 zum NSDAP-Gautag Mecklenburg ein.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden tausende Menschen mobilisiert, die freiwillig das Ostseestadion errichteten. Dabei wurden Teile des alten Volksstadions miteinbezogen. Offizielle Eröffnung war am 27. Juni 1954. Da es noch an einer Mannschaft fehlte, wurde einfach der damalige Oberliga-Tabellenführer BSG Empor Lauter aus dem Erzgebirge nach Rostock delegiert und spielte fortan unter dem Namen SG Empor Rostock. 1968 wurde die Tribünenüberdachung fertig gestellt und 1970 die Flutlichtanlage (die dann im Jahre 1991 erweitert wurde).

Die Fans der Gäste stehen in den Blöcken 19 und 19 A (Süd). Mit dem PKW erreicht man das Ostseestadion über die A20, die man an der Ausfahrt Rostock-West verlässt. Über Kritzmow fährt man weiter Richtung Rostock. Dann über die Rennbahnallee (später Trotzenburger Weg), rechts in die Kopernikusstraße abbiegen und frühzeitig einen Parkplatz suchen.

 

 

 

Tageskilometer:               440 km mit dem KFZ von Berlin nach Rostock und zurück

Saisonkilometer:          6.323 km (4.481 km KFZ und 1.842 km mit der Bahn)

zum Vergleich 05/06: 46.387 km (10.984 km Flugzeug, 24.473 Km Bahn, 11.183 km KFZ, 288 km Schiff, 690 km Bus)

 

 

[zurück zur Übersicht]