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Gegen 14 Uhr legte der Kahn in der oberösterreichischen Landeshauptstadt an und zu meinem Leidwesen regnete es immer noch. Über die Linzer Einkaufsstraße ging es dann erst mal zu Fuß ganz langsam zum Hauptbahnhof um dort das wohl einzige in Linz befindliche Internet-Cafe aufzusuchen. Aufgrund der Monopol-Stellung waren die Preise dementsprechend: 2,20 Euro für zwanzig Minuten. Da der Hauptbahnhof wie in den meisten Fällen überdacht ist, wurde hier noch ein bisschen Zeit mit Bahnverbindungen raus suchen totgeschlagen. Aber an den fünf Stunden Aufenthalt in Passau auf dem Rückweg ändert sich leider nichts, es sei denn man zahlte noch mal drauf. Irgendwann gab es dann doch mal ein Loch in der Wolkendecke und geschickt wurde dieses Naturereignis ausgenutzt um sich den Weg zum Stadion zu bahnen. Der ist an sich nicht weit (ca. eine Viertelstunde), geht aber dennoch nur bergauf. Fast eine Stunde vor Spielbeginn ging es schließlich in das Stadion der Stadt Linz, wo logischerweise herzlich wenig los war. Zumindest auf der Haupttribüne (sieht man mal von einer hüfthohen Absperrung ab) konnte man sich frei bewegen und kam kurz vor der VIP-Tribüne in den Genuss der Produkte des hiesigen Wurstfabrikanten Leberkas-Pepi. Da griff man natürlich gleich mal zu und wohlgenährt wartete ich auf die Darbietungen des heutigen Abends. Leute die mich kennen, wissen, dass ich im Allgemeinen mit dem österreichischen Fußball (meine Vorbehalte gegen die Österreicher im Besonderen haben sich seit dem Länderspiel in Wien dank der wirklichen netten Wiener und Wienerinnen (keine Ironie) nicht mehr bestätigen können) aufs Kriegsfuß stehe. Aber manchmal muss man doch wieder hin, um seine Meinung bestätigt zu wissen. Um es mal vorweg zu nehmen, ich war eher positiv überrascht. |
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| Spiel: |
Nun ja, der letzte Spieltag der ersten, die in Wirklichkeit aber die zweite Liga ist, versprach nicht unbedingt viel Spannung. Zwar war LASK Zweiter, konnte aber nicht mehr den Platz an der Sonne und den damit verbundenen Aufstieg erreichen. Kufstein hingegen bestritt an diesem Abend sein wohl letztes Spiel in dieser Liga, denn der Abstand zum Vorletzten, und damit Nichtabstiegsplatz, war so weit entfernt wie die Sonne von der Erde. Kein Wunder bei der Auswärtsschwäche: 18 Spiele – 18 Niederlagen. Trotz dieser nicht gerade guten Voraussetzungen und dem Dauerregen war der Kick aber ganz unterhaltsam und das lag einzig und allein an den Hausherren, die durchaus technisch anspruchsvollen Fußball spielten und einzig bei der Chancenauswertung einige Defizite an den Tag legten. Tore: 1:0 (19. Min.) Ortner, 2:0 (75. Min.) Konrad, 3:0 (87. Min.) Jukic. |
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| Stimmung: |
Ob 2.600 Zuschauer nun ein guter, durchschnittlicher oder schlechter Zuspruch ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Auf jeden Fall gab es von den LASK-Anhängern (zumindest von der Gruppe, die hinter der Vikings-Fahne stand) einen Dauersupport, der ganz ordentlich war. Der Gästeblock hingegen wurde erst gar nicht geöffnet und auch sonst war nicht ein einziger Fan aus Kufstein auszumachen. |
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| Vereine: |
Der Linzer Athletik-Sportklub wurde im Jahre 1899 geboren. Die Gründung des Fußballclubs erfolgte neun Jahre später. 1919 änderte der Verein seinen Namen in Linzer ASK. Von Anbeginn spielten die Linzer in schwarz-weiß-gestreiften Trikots und wurden 1965 sogar österreichischer Meister. Seit 1995 heißt der Verein offiziell LASK Linz, was genau genommen Linzer AKS Linz bedeutet. Da aber LASK schon ein eingetragenes Markenzeichen war und man trotzdem den Namen der Stadt im Vereinsnamen führen wollte, kam es zu diesem Kuriosum. 1997 fusionierte LASK mit dem FC Linz (auch als VOEST bzw. Stahl Linz bekannt), jedoch war diese Fusion einseitig, dass heißt der FC Linz wurde von LASK übernommen. Den FC Kufstein gibt es seit der Fusion vom SV (bzw. ESV, gegründet 1919) und dem SC im Jahre 1987. Die ersten drei Jahre spielten die Kufsteiner in der 2. Division und erreichten 1989 sogar die Aufstiegsrunde zur ersten Liga. Danach pendelten sie ständig zwischen zweiter und dritter Liga. |
| Stadion: |
Das Stadion der Stadt Linz ist eigentlich eher ein reines Leichtathletik-Stadion denn ein Fußballstadion. 20.104 Zuschauer finden hier Platz, wobei es offiziell 16.107 Stehplätze gibt. Das Stadion sieht aber eher nach einem klassischen Allseater aus. Die Form des Stadions erinnert an ein Hufeisen, denn das Oval verfügt über eine große Lücke. Dort steht die ziemlich überdimensionierte Anzeigetafel. Alle Plätze sind überdacht. |
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Tageskilometer: 454 km mit der Bahn von Frankfurt nach Passau und 108 km mit dem Schiff weiter nach Linz Saisonkilometer: 42.028 km (10.984 km Flugzeug, 22.332 Km Bahn, 8.965 km KFZ, 288 km Schiff, 690 km Bus) zum Vergleich 04/05: 39.952 km (23.213 km PKW, 5.677 km Bahn, 10.962 km Flugzeug) |
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