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                 3. Kreisklasse Leipzig, Saison 05/06, 25.09.05                               

 

   1:1 

 

SV Eintracht Leipzig-Süd IIPost SV Leipzig II

 

Leipzig, Südkampfbahn (25 Zuschauer bei freiem Eintritt)

 

Da zwischen dem Spiel im Kunze-Sportpark und der Partie im Stadion des Friedens noch zweieinhalb Stunden Zeit waren, mussten die natürlich sinnvoll genutzt werden. Aufgrund der Insolvenz des VfB Leipzig wird es das nächste Derby zwischen Lok und Chemie wohl erst wieder nach meinem Rentenbescheid geben. Aber die Insider des sächsischen Fußball wissen eh, dass nicht das Gefecht Probstheida gegen Leutzsch das wahre Derby ist, sondern vielmehr Süd gegen Post. Schon seit den frühen 50er Jahren, damals hieß das Duell noch BSG Einheit Georg Schwarz gegen die BSG Post, zog diese Partie ganz Sachsen in ihren Bann und nicht selten gab es unter den Zuschauern Schwerstverletzte zu beklagen. Dass sich die Rivalität, manche Gazetten schreiben sogar „blutige und hasserfüllte Feindschaft“, auch nach mehr als 50 Jahren noch nicht beruhigt hat, belegt die Tatsache, dass wenn die Mannschaften aufeinander treffen sollten, das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit (siehe auch Ajax Amsterdam – ADO Den Haag) ausgetragen wird. So ist es natürlich verständlich, wenn sich der Anhang beider Vereine inklusive der ganzen erlebnisorientierten Truppen von auswärts zum Spiel der zweiten Mannschaften treffen. Aber auch hier haben die Fans die Rechnung ohne die Ordnungsmacht gemacht, denn die Beschränkung lag bei exakt 25 Zuschauern und zwei Medienvertretern (also wir!).

Während sich die Mannschaften in den Kabinen noch mit Stahlnägel in den Schuhen und Reiszwecken hintern den Ohren präparierten, durften  die Medienvertreter ein letztes Mal aufs Feld, bevor sie auf die heute zum Pressebereich umfunktionierter Kampfbahnkaffeeterrasse geschickt wurden. Die Fanlager beider Mannschaften konnten das Spiel nur hinter Meter hohen Zäunen verfolgen.

 

 
Spiel:

 

 

Aus Sicherheitsgründen wurde auf Linienrichter ganz verzichtet und obendrein dürfen zur Sicherheit der Spieler die Torschützen nicht veröffentlicht werden.

 

Stimmung:

+++  ZENSIERT  +++

Stadion:

Wie der Vereinsname schon sagt, liegt die Südkampfbahn im Süden von Leipzig. Von der Innenstadt kommend fährt man am besten Richtung Stadtteil Connewitz über die Karl-Liebknecht-Straße, um dann links in die Bornaische Straße abzubiegen. Vorbei an etlichen Punks biegt man nach ca. 2 km rechts in die Raschwitzer Straße ab. Dort aber nicht erschrecken, denn auch wenn es nicht so aussieht, halblinks geht die Straße weiter und nach 500 Metern findet man auf der linken Seite das prächtige Gebäude des SV Eintracht Leipzig-Süd. Die meisten Stadionbesucher werden bei dem Anblick sicherlich verzückt sein, denn das gelbe Gebäude strahlt Tradition und Nostalgie aus. Um zum Spielfeld zu gelangen, kann man entweder den komplizierten (aber wesentlich interessanteren) Weg durch das Gebäude wählen oder einfach außen rum gehen. Bei der ersten Variante macht man auch gleich Bekanntschaft mit dem Wirt der Vereinskneipe, der die Besucher mit den warmen Worten „Hier ist eigentlich kein Durchgang!“ begrüßt. Bei schönem Wetter bietet sich das Beobachten des Spielgeschehens von der Südkampfterrasse an. Aber auch auf den davor installierten gelben Schalensitzen findet sich bestimmt noch ein Plätzchen. Der Rest der Spielstätte weist bis auf leichte Erhebungen hinter den Toren keine baulichen Besonderheiten auf, aber vielleicht macht genau das den ganz besonderen Charme dieser Kampfbahn aus. 

 

 

 

 

 

Tageskilometer:                   13 km von Leipzig-Nord nach Leipzig-Süd

Saisonkilometer:           14.639 km (5.900 km Flugzeug, 5.314 Km Bahn, 2.912 km KFZ, 170 km Fähre, 650 km Bus)

zum Vergleich 04/05: 39.952 km (23.213 km PKW, 5.677 km Bahn, 10.962 km Flugzeug)

 

 

 
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