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Klappte alles so wunderbar beim ersten Spiel des Tages, war bei der zweiten Partie irgendwie der Wurm drin. Angefangen hat es mit einem harmlosen Verfahrer in den tiefen Zittauer Wäldern. Doch mit Glück und Geschick standen wir trotzdem ein paar Minuten später an der deutsch-polnischen Grenze. Nur drei Wagen vor uns hatte aber eine Schüssel (mit Kennzeichen DD) klugerweise gebrauchte Nummerschilder im Kofferraum, welche die polnische und deutsche Grenzbrigade auf den Plan rief und eine genauere Begutachtung notwendig machte. Da wir genau 60 Minuten Zeit hatten, um nach Jablonec zukommen, kostete jede Verzögerung Nerven. Nach ein paar Metern durch polnisches Staatsgebiet standen wir dann an der nächsten Grenze. Und wieder die Karre aus Dresden vor uns. Diesmal schienen die Ausweispapiere dem tschechischen Grenzer nicht zu gefallen und wieder standen wir mehr als fünf Minuten nutzlos an der Schranke rum. Nach ein paar Kurven sollte es eigentlich via Schnellstraße zügig weiter zum Kreuz Nr. 4 des Tages gehen, doch eine Baustelle bis kurz vor Liberec verhinderte ein schnelles Fortkommen. Als wir dann endlich in Liberec waren und auf die nächste Schnellstraße wollten, war diese gesperrt, was zur Folge hatte, dass wir wieder durch die Stadt mussten, um die Umleitung zu finden. Als längst der Anpfiff ertönte, parkten wir dann zu allem Überfluss auf der falschen Seite des Stadions, was noch einen strammen Fußmarsch steil bergauf zur Folge hatte. Um 17:10 Uhr durften wir dann endlich die Stadiontore passieren und hier folgten die nächsten Ohrfeigen. Zum einen stand es schon 1:0 und zum anderen die schöne alte Tribüne auf der Gegenseite nicht mehr. Dabei stand in der neusten Ausgabe der Stadionwelt, dass diese zwar gesperrt, aber noch in voller Pracht zu bewundern, sein. Tolle Wurst! |
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| Spiel: |
Wenigstens war das Spiel der ersten tschechischen Liga ganz nett anzuschauen. Der Ausgleich fiel, ganz zur Freude der ca. 40 mitgereisten Gästefans, noch vor der Pause. Ein Doppelschlag zwischen der 53. und 55. Min. brachte die Gäste dann auf die Verliererstraße. Kurios war der letzte Treffer, der aus einem Pressschlag resultierte. Tore: 1:0 (5. Min.) Klapka, 1:1 (41. Min.) Buryan, 2:1 (53. Min.) Formanek, 3:1 (55. Min.) Senkerik |
| Stimmung: |
40 Gästefans waren nur in der ersten Halbzeit zu vernehmen. Ansonsten findet man in Jablonec ganz normale Zuschauer, ohne Ultras oder sonstigen Schnickschnack, vor. Nach dem 3:1 gab es auch sowas wie Anfeuerungsrufe. |
| Vereine: |
1945 wurde der ČSK Jablonec nad Nisou
(früher Gablonz an der Neiße) gegründet. Später hieß der Verein dann noch
SK (ab 1948), Sokol Presiosa (ab 1955)). Lange Zeit spielte der Klub in
unteren Ligen, 1963 gelang als Jiskra Jablonec der Aufstieg in die 2. Liga
der Tschechoslowakei. Ab 1964 spielte der Verein unter der Patronage von
LIAZ, einem Automobilwerk aus der Nachbarstadt Liberec. 1970 erreichte
Jablonec das tschechische Pokalfinale, unterlag jedoch dem TJ Gottwaldov.
Vier Jahre später stieg TJ LIAZ Jablonec in die 1. Liga auf, konnte sich
allerdings nur eine Saison dort halten. 1986 stieg der Verein in die
dritthöchste Spielklasse ab, der Wiederaufstieg in die 2. Liga gelang erst
1992. 1993 (unter dem Namen Sklobizu) landete die Mannschaft auf einem
Relegationsplatz zur ersten Liga und unterlag in zwei Spielen Bohemians
Prag. Nur ein Jahr später konnte Jablonec den Aufstieg in die 1. Liga
feiern und hält sich seitdem in der höchsten tschechischen Liga. Den
größten Vereinserfolg erreichte der FK Jablonec 97 im Jahre 1998, als er
den tschechischen Fußballpokal gewann. Im Europapokal der Pokalsieger der
folgenden Saison schied der Verein schon in der ersten Runde gegen Apollon
Limassol aus. Hinter dem Namen FK Marila Pribram verbirgt sich ein Verein, der nationale und internationale Fußballgeschichte geschrieben hat. Genau genommen ist der FK Marila Pribram mehrfacher Meister der CSSR gewesen. Offiziell existiert der Club zwar erst seit 1996, den heutigen Namen trägt er sogar erst seit dem Jahre 2000, doch angefangen (oder zu Grunde gegangen, je nach Blickwinkel) hat alles eben im Jahre 1996. Als der mehrfache Meister und Pokalsieger der heute nicht mehr existierenden Tschechoslowakei Dukla Prag Pleite ging und mit dem FC Pribram fusionierte. Das erste Jahr spielte man noch unter dem Namen Dukla Prag in der tschechischen Landeshauptstadt. Ein Jahr später zog der Verein aber nach Pribram und spielte unter dem Namen FK Dukla Pribram. Im Jahre 2000 wurde der Lebensmittelkonzern Marila Hauptsponsor und seitdem heißt der Verein eben FK Marila Pribram. |
| Stadion: |
Das Stadion hat leider durch den Abriss der alten Gegengeraden erheblich an Charakter verloren. Eine Längsseite besteht aus einer einrangigen überdachten Sitzplatztribüne und eine Hintertorseite sieht genauso aus, natürlich nur ein bisschen kürzer. Die andere Hintertorseite ist gar nicht ausgebaut und der Rohbau auf der anderen Längsseite lässt vermuten, dass da auch eine neue Sitzplatztribüne entsteht. |
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Tageskilometer: 335 km von Zittau nach Jablonec und von Jablonec nach Berlin Saisonkilometer: 14.446 km (5.900 km Flugzeug, 5.314 Km Bahn, 2.712 km KFZ, 170 km Fähre, 650 km Bus) zum Vergleich 04/05: 39.952 km (23.213 km PKW, 5.677 km Bahn, 10.962 km Flugzeug) |
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Grüße an die Mitfahrer |
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