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                   DFB-Pokal, Saison 04/05, 21.08.04               

 

   0:4  

 

 1. FC Union Berlin - SC Freiburg

 

Berlin, Stadion an der alten Försterei (5.762 Zuschauer)

 

 
 

 

Spiel:

Total schwache Unioner hatten keine Chance auf das Erreichen der 2. Runde.

Tore:   0:1 Tanko (16.), 0:2 Tskitishvili (40., Foulelfmeter), 0:3 Iashvili (49.), 0:4 Iashvili (76.)

 

 

Stimmung:

Erst in der zweiten Halbzeit – bezeichnenderweise nach dem Tor zum 0:3 – wurde es richtig laut im Stadion an der alten Försterei. Schöne Wechselgesänge, gepaart mit lustigen Schlachtrufen (z. B. „Finale“) machten den Besuch an diesem Nachmittag lohnenswert. Anwesend waren auch ein paar Freiburger Schlachtenbummler, die aber den Rest im weiten Rund nicht sonderlich störte.

 

 

Vereine:

1. FC Union Berlin wurde 1945 gegründet als SG Oberschöneweide. Ab 1948 SC Union 06 Oberschöneweide. Im Jahre 1950 flieht die Mannschaft in den Westteil der Stadt und gründete dort den SC Union 06 Berlin (den Verein gibt es noch heute und hat seine Heimat neben dem alten Poststadion). Der im Osten verbliebene Teil wird in SG Union Oberschöneweide umbenannt. Danach ab 1951 BSG Motor Oberschöneweide, 1955 SC Motor Berlin, 1957 TSC Oberschöneweide, 1963 TSC Berlin und schließlich ab dem 20. Januar 1966 1. FC Union Berlin. Zwischen 1966 und 1989 war der 1. FC Union Berlin eine klassische Fahrstuhl Mannschaft. Den größten Erfolg feierte der Club im Jahre 1968 als man im Kurt-Wabbel-Stadion in Halle den FC Carl-Zeiss Jena im Pokalendspiel mit 2:1 bezwang. Die 90er Jahre waren geprägt vom fortwährenden Scheitern zum Aufstieg in die 2. Bundesliga und von wirtschaftlichen Nöten: 1991 und 1992 scheiterte der Verein sportlich in der Aufstiegsrunde, 1993 und 1994 wurd die Lizenz verweigert (u. a. wegen einer gefälschten Bankbürgschaft). Ab 1995 wurden dem 1. FC Union die Einnahmen gepfändet und 1997 kam es fast zur Insolvenz. Erst ab 1998 brachen dank der Sportwelt (!?!) in Person von Michael Kömel wieder bessere Zeiten an. Im Jahre 2001 stieg der 1. FC Union Berlin in die 2. Bundesliga auf, seht im DFB-Pokalfinale (0:2 gegen Schalke) und erreichte dadurch die UEFA-Cup-Qualifikation. Die detaillierte Geschichte des Vereins hier.

Im Jahre 1904 wurden zwei Freiburger Vereine gegründet: Der Freiburger Fußballverein 04 und FC Schwalbe Freiburg (beide Vereine hatten übrigens die gleichen Vereinsfarben). Nach recht erfolglosen Zeiten bis zum Kriegsende wurde sie 1946 neu gegründet. Der SC Freiburg heißt zunächst VfL Freiburg, wird aber 1950 wieder in SC umbenannt. 1978 gelingt der Aufstieg in die 2. Bundesliga, die er fünfzehn Jahre später wieder Richtung 1. Liga verlassen „musste“. 1997 Abstieg, 1998 sofortiger Wiederaufstieg, 2001 6. Platz und damit Startplatz im UEFA-Cup. 2002 Abstieg und 2003 direkter Wiederaufstieg.

   
Stadion:

Die "Alte Försterei" ist vielleicht die stimmungsvollste und schönste Fußballarena in Berlin. Sie liegt inmitten eines großen Waldgebietes in der Nähe des Freizeit- und Erholungsparks FEZ (bekannt durch die Konzertstätte Wuhlheide) im Bezirk Köpenick. Das Jahr 1920 gilt offiziell als Eröffnungsjahr der "Alten Försterei". Dem 1. FC Union Berlin (vormals SG Oberschöneweide) dient das Stadion seit 1966 als Heimstätte und verzeichnete auf Anhieb die besten Besucherzahlen in Ost-Berlin (noch vor Dynamo und Vorwärts Berlin). Im Jahre 1985 wurde das Stadion dann noch mal erweitert (die Hintertortribünen wurden verlängert). Das Fassungsvermögen lag danach bei rund 23.500 Plätzen. Nach der Wiedervereinigung galt das Stadion zwar als "nicht-bundesligatauglich", aber die großen Renovierungen blieben aus. So gab es ständig Diskussionen die Heimspiele der "Eisernen" in den Jahn-Sportpark (Bezirk Prenzlauer Berg), der ehemaligen Heimstätte des Erzrivalen BFC Dynamo Berlin, zu verlegen. Im Jahre 1999 folgten dann zumindest die allernotwendigsten Sanierungen um das Stadion für die 2. Bundesliga vorzubereiten. Im Jahre 2000 ist dann auch endlich die Sitzplatztribüne überdacht worden. Bei der "Alten Försterei" handelt es sich um ein reines Fußballstadion, und so entsteht auch bei geringen Zuschauerzahlen eine gute Atmosphäre. Die Gästefans finden sich im Block C wieder, der Rest ist für die Heimfans reserviert.

 

 

Tageskilometer:       38 km PKW in Berlin

Saisonkilometer: 5.349 km (3.072 km PKW, 1.657 km Zug, 620 km Flug)

 
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