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Ich schwöre bei der Finanzkraft der Schwatz-Gelben, dass ich den Begriff „Operettenliga“ nicht in diesem Spielbericht verwenden wollte, aber was einem heute in Salzburg geboten wurde, kann treffender nicht umschrieben werden. Aber der Reihe nach. Der Urlaub in Italien lag in den letzten Zügen und am Samstagmorgen sollte es dann gen Heimat gehen. Das Problem war nur, dass ausgerechnet an diesem Tag noch die extrem wichtige Partie zwischen Florenz und Juve angepfiffen wurde. Die Schwierigkeit waren nicht die Eintrittskarten, sondern wie leier ich der zweiten und besseren Hälfte der ehelichen Gemeinschaft dieses Spiel nur aus dem Kreuz. „Mensch, lass uns doch noch eine Weile länger bleiben und noch einen schönen Tag in der noch schöneren Stadt Florenz verbringen!“ lautete der Frontalangriff, der tödlich pariert wurde mit der rhetorischen Frage: „Wer spielt denn?“ Der verzweifelte Versuch den finalen Genickschuss mit den Worten abzuwehren - „Weiß ich nicht, aber ich kann ja mal nachschauen.“ - ging gründlich in die Hose. Mit „Du spinnst ja wohl!“ aus zartem Munde war das Spiel damit meinerseits unwiederbringlich abgehakt. Und so ging es am Samstagmorgen, vorbei mit weinendem Auge an Florenz, Richtung Brenner. Aber so leicht gibt man sich als keineswegs gleichberechtigtes Mitglied in dieser Partnerschaft nicht geschlagen und bestand auf eine zweite Verhandlungsrunde, an deren Ende die Erlaubnis des Stadionbesuchs in Salzburg stand. Dort angekommen, nahm mich gleich Alex in Empfang (siehe San Marino – Belgien) und gemeinsam betraten wir das extra für die Europameisterschaft 2008 gebaute Stadion in Salzburg Wals-Siezenheim. Im Stadion selber liefen uns dann noch sieben kleine Geißböckchen über den Weg, die keine Kosten und Mühen gescheut haben, um sich diese Operette anzuschauen und anzuhören. Von eben diesen rheinischen Frohnaturen erfuhr ich nun, dass sämtliche Spiele in Italien abgesagt wurden, weil irgendein geistlicher Würdenträger bald das Zeitliche segnen würde. Damit bewahrheitete sich, dass ich nicht nur die beste und manchmal unnachgiebigste Frau habe, sondern auch die weiseste. |
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| Spiel: |
Bis auf das Tor von Amerhauser passierte so gut wie gar nix. Tor: 0:1 (62. Min.) Amerhauser. |
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| Stimmung: |
Zu Beginn der Partie war man ja noch recht positiv gestimmt. Der Heimblock, in dem sich augenscheinlich mehr Doppelhalter als dazu gehörige Halter befanden, präsentierte sich optisch und akustisch recht positiv. Allerdings flaute der Support mit zunehmender Spieldauer ab und der absolute Tiefpunkt waren die letzten 30 Minuten. Die Mannschaft lag nur mit einem Tor hinten und von dem Violettenanhang kam absolut gar nix mehr. Überflüssig zu erwähnen, dass auch auf den anderen Tribünen Totenstille herrschte. Aus Graz war so ca. 20 Leute angereist und damit genau 20 mehr als erwartet. Daher kommt man nicht umhin, die T-Mobile-Bundesliga mit Operettenliga zu titulieren. Eine Liga in der die Spieler wie Litfasssäulen aussehen, 90% der Erstligavereine einen Sponsor im Vereinsnamen führen und das alles in einem Land, in dem der hoffnungsvolle Nachwuchsspieler Eigenbau genannt wird. |
| Vereine: |
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| Stadion: |
Wie der Name schon sagt, handelt es sich beim EM-Stadion Wals-Siezenheim um eine zukünftige Spielstätte für das internationale Großturnier im Jahre 2008. Zwar verfügt es derzeit nur über 18.686 Plätze (davon 4.998 Steher) und würde somit nicht die von der UEFA geforderten mind. 30.000 Sitzplätze bieten können. Aber noch in diesem Jahr wird damit begonnen, das Stadion umzurüsten. Dabei wird einfach das Dach gehoben und ein zweiter Rang zwischen eben diesem Dach und den bereits jetzt verfügbaren Plätzen gebaut. Nach der EM wird dies alles wieder rückgängig gemacht. Die geschätzten Kosten nur für diesen Umbau betragen rund 20 Mio. Euro. Dauern wird die Aktion rund 15 Monate. Der eigentliche Neubau wurde im März 2003 abgeschlossen, dauerte rund eineinhalb Jahre und verschlang die stolze Summe von 45. Mio. Euro die ausschließlich von Bund, Land und Gemeinden getragen wurde. Von außen fallen dem Betrachter zunächst die hölzernen Außenwände auf, die der Heimstätte des SV Wüstenrot Salzburg eine gewisse Einmaligkeit verleihen. Aber auch von innen kann man Gefallen an dem Stadion finden. Eine Hintertorseite ist komplett mit Stehplätzen ausgestattet und alle Tribünen sind komplett überdacht. Ungewöhnlich ist allerdings der Kunstrasenplatz, der es aber ermöglicht, dass auch die Amateure und die Jugend hier manchmal spielen können. Natürlich verfügt auch das EM-Stadion Wals-Siezenheim über Logen mit insgesamt 558 Plätzen. Dazu gibt es noch mal 200 Plätze in 20 sog. Skyboxen. |
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Grüße an Alex aus Bitterfeld und all die ganzen Kölner, insbesondere C. H, Marcel und den edlen Bierspender! |
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Tageskilometer: 1.560 km mit dem KFZ Peccioli (PI) - Salzburg - Berlin Saisonkilometer: 30.472 km (19.253 km PKW, 3.657 km Bahn, 7.562 km Flugzeug) |
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