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Magdeburg, Heinrich-Germer-Stadion (2.979 Zuschauer) |
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„Spiel in Magdeburg findet statt!“ Also schnell noch mal umdisponiert und der eigentlich für heute lose ins Auge gefassten Partie SV 1919 Grimma gegen den SV Dessau 05 Lebewohl gesagt. Ziemlich kurzfristig fanden sich auch noch drei Mitfahrer: zwei Tennis Borussen und ein St. Gallen-Fan aus der Schweiz. So pirschte also die illustre Truppe nach Sachsen-Anhalt. Spielort ist seit wenigen Wochen das Heinrich-Germer-Stadion, in dem eigentlich nur der MSV Preußen zu Hause ist, aber aufgrund des Abrisses des Ernst-Grube-Stadions, kurzzeitig dem 1. FC Magdeburg Asyl gewährt. Erst vor wenigen Tagen gab es die gleiche Paarung im Viertelfinale des Landespokals, welches der HFC vor heimischem Publikum (ca. 4.000 Zuschauer) nach Elfmeterschiessen gewann. Somit war eigentlich im Vorfeld schon klar, dass ein wenig die Luft aus diesem Derby sein würde. Aber o. g. Ansetzung versprach zumindest mehr als die bereits oben erwähnte Alternativpartie Grimma gegen Dessau. Die Fahrt verlief recht ereignislos und selbst ein guter Parkplatz in Stadionnähe wurde problemlos gefunden. Auch die Sicherheitskontrollen waren erstaunlich lasch. |
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| Spiel: |
Über die ersten 40 Minuten braucht man kein Wort zu verlieren, denn es passierte – außer, wenn man auf Abspielfehler steht – fast gar nix. Kurz vor der Pause verirrte sich der Ball an den Innenpfosten, präsentierte sich aber dermaßen orientierungslos, dass er sich in genau die Richtung begab, aus der er auch gekommen war. Glück für den HFC! Das trostlose Gegurke setzte sich im zweiten Durchgang fort. Das hitzigste Duell lieferte sich noch der Hallenser Mentor Mitfari mit dem Magdeburger Pöbel, als sich der Spieler nach ihm geworfene Knallkörper mit dem Zeigefinger an die Schläfe beantwortete. Gerechterweise hätte dieses enorm schwache Spiel mit 0:0 enden müssen, aber dagegen hatte der Schiedsrichter etwas. Nach einer gespielten Stunde elektrisierte der Pfiff des Mannes in Gelb-Schwarz (pfui!) die Massen: Elfmeter für Halle und dazu noch Gelb-Rot für den Magdeburger Grundmann. Gut, das Ding war drin und abgesehen von einem Lattentreffer für die Hausherren Sekunden vor dem Abpfiff auch die letzte erwähnenswerte Situation. Tor: 0:1 (60. Min.) Gleis (FE) |
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| Stimmung: |
Gerechterweise muss man sagen, dass es für ein Oberligaspiel bei diesen Temperaturen eine ganz ordentliche Stimmung war. Ein bisschen mehr Pöbelei und vor allen Dingen ein bisschen Rauch hätte aber schon sein dürfen. Dafür wurden die nicht wenigen neutralen Zuschauer (wieder mal eine Menge „Wessi-Hopper“ am Start) mit Untertiteln verwöhnt. Auf Magdeburger Seiten war so zum Beispiel zu lesen: „Pokal los, Aufstieg los, Führungslos! Weg in die Zukunft?“ Auch das Banner Richtung Hallenser Block mit der Frage: „Wann? Wo? Wieviele?“ sorgte für Heiterkeit. Ob diese Aufforderung zum Ringelpiez mit Anfassen den Ordnungshütern vorborgen blieb, dürfte mal dahin gestellt sein. Dass aber auch die Gäste des Dichtens mächtig sind, demonstrierten sie mit dem Reim: „Ihr scheisst auf Eure Fans, so scheissen wir auf Eure Strafen!“ Auch ganz erquicklich! |
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| Vereine: |
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| Stadion: |
Das Heinrich-Germer Stadion ist benannt nach einem Magdeburger Pädagogen und Politiker, der sich u. a. für den Aufbau des Magdeburger Zoos einsetzte. Das Stadion hat eine ovale Form und die Haupttribüne wirkt ein wenig eigenartig, denn zum einen prangt in der Mitte eine riesiger Sprecherturm (der aber wohl keine Funktion mehr hat) und zum anderen verfügt diese über eine putzige überdachte Sitzplatztribüne. Diese besteht aus paar aufgestellten Holzsitzen unter einer provisorischen Überdachung. Links davon sind noch die Überreste einer alten Stahlrohrtribüne zu sehen. Mit dieser Zusatztribüne fasste dieses Stadion einmal 18.000 Zuschauer, heute allerdings nur noch 8.000. Errichtet wurde diese Sportstätte in den 20er Jahren und bot den Zuschauer erstklassigen Fußball in den jungen DDR-Jahren, als der SC Aufbau Magdeburg hier kickte. Anfang der 70er Jahre kehrte der mittlerweile in 1. FC Magdeburg umbenannte Club hierhin zurück, weil das Ernst-Grube-Stadion renoviert wurde. So sahen die Zuschauer hier u. a. Arsenal London spielen. |
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Grüße an dieser Stelle an die Mitfahrer, Andreas G. aus Rheda-W. (oh, reimt sich sogar) und an den verantwortlichen Chefredakteur und Herausgeber der "Blauen-Weisse Geschichten". |
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Tageskilometer: 302 km Berlin - Magdeburg - Berlin mit dem KFZ Saisonkilometer: 25.040 km (13.821 km PKW, 3.657 km Bahn, 7.562 km Flugzeug) |
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