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Hamburg, Reinmüllerplatz Tornquiststraße (150 Zuschauer) |
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Irgendwie war es mal wieder Zeit nach Hamburg zu fahren. Fast zeitgleich zu meinem Begehren die Hansestadt mit meinem Antlitz zu erfreuen, baute die Deutsche Bahn eine neue Strecke. Jetzt braucht man nur noch etwa zwei Halbzeiten für die fast 300 Kilometer lange Strecke Berlin-Hamburg. Vielen Dank dafür, endlich mal die Steuergelder sinnvoll eingesetzt. Die Oberliga Nord – vielleicht die interessantes aller Oberligen was Tradition und traditionsreiche Stadien anbelangt – offerierte drei Partien. Die Wahl fiel auf HSV Barmbek-Uhlenhorst, aber dazu später mehr, denn auch der Spielplan meinte es gut mit mir und terminierte zwei Verbandsligaspiele auf 10:45 Uhr. Nachdem Condor bei gleicher Uhrzeit schon im letzten Jahr besucht wurde, war klar dass die andere Partie mich in den Stadtteil Eimsbüttel führen sollte. Am Bahnsteig in Berlin rannte ich Rolex, einem in Berlin lebenden Hamburger (lustig) in die Arme, der genau die gleichen Partien wie ich auf dem Zettel hatte. Somit war die Fahrt noch kurzweiliger, denn „Klönschnack“ war angesagt. Um den Traditionsverein von 1911, dem HEBC, steht es dieser Tage gar nicht gut. Zwar ist er nicht, wie so viele Vereine, von der Insolvenz bedroht, aber auch das böse Wort „Fusion“ lässt Traditionalisten die Haare zu Berge stehen. Ausgerechnet vom HEBC-Präsidenten wurde das Thema auf die Tagesordnung gebracht und nun bläst ihm der Wind kräftig ins Gesicht. Dabei sind seine Gründe durchaus nachvollziehbar. In Eimsbüttel kicken zwei Vereine in der Verbandsliga. Der HEBC und der Eimsbütteler TV. Dem HEBC fehlen Leute um diverse Position zu besetzen (Manager, Ligaobmann, Jugendtrainer etc.) und zudem würden sich beide Vereine gegenseitig die Sponsoren wegnehmen. Ein neuer, 12.000 Mitglieder starker, Verein würde den Fußball in Eimsbüttel überlebensfähig machen, so seine Idee. Der ETV war gesprächsbereit, doch die Mitglieder des HEBC machten ihrem Präsidenten einen Strich durch die Rechnung. |
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| Spiel: |
Zur aktuellen Lage: Der TSV Sasel führt die Tabelle mit drei Punkten vor dem USC Paloma an und kann sich berechtigte Hoffnung machen die Saison als Staffelsieger zu beenden und in die Oberliga entschwinden. Die Situation am Tabellenende ist noch klarer: Der FC Elmshorn, der SV Rugenberg und der Eimsbütteler TV dürften wohl schon jetzt als sichere Absteiger feststehen. Kommen allerdings mehr als zwei – wonach es im Moment auch aussieht – Absteiger aus der Oberliga runter, müssen noch mehr Vereine die Liga nach unten verlassen. An diesem Sonntagmorgen empfing im Stadtteil Eimsbüttel der HEBC den Barsbütteler SV. Es war die Partie des 11. gegen den 9. Spielbestimmende Mannschaft in der Anfangsphase des ersten Durchgangs waren die Gastgeber. Einige gute Möglichkeiten wurden dabei herausgespielt, allerdings ohne zählbaren Erfolg. In der 25. Minute war es dann so weit. Meissner köpfte zur Führung. Aber das Tor baute nicht den HEBC auf, sondern die Gäste. Eine Viertelstunde nach der Führung egalisierte Gottschling mit einem satten Schuss vom 16er. Kurz nach dem Pausentee war es wieder Meissner und wieder mit Kopf (unter gütiger Hilfe vom Gästekeeper), der das 2:1 erzielte. Danach war die Luft raus aus dem Spiel. Die einen wollten nicht mehr und die anderen konnten – fast – nicht mehr. Mit ein wenig Glück erzielten die Gäste rund fünf Minuten vor Schluss den Ausgleich. Zwar glücklich, aber dem HEBC hat auch keiner verboten noch das ein oder andere Törchen mehr zu erzielen. Tore: 1:0 (27. Min.) Meissner, 1:1 (40. Min.) Gottschling, 2:1 (46. Min.) Sancak, 2:2 (85. Min.) Carl. |
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| Stimmung: |
Wie meinen? |
| Stadion: |
Eine Ascheplatz (manche sagen auch Grandplatz, was bedeuten freundlicher klingt), dazu je drei Stufen auf den Seiten und fertig ist die Heimat vom Hamburg-Eimsbütteler Ballclub. Rein farblich gesehen wohl die beste Wahl, denn so passt sich der Untergrund des Reinmüllerplatz wunderbar an die benachbarten Backsteinhäuser an. Oh, das Vereinsheim hätte ich fast vergessen. Dort lohnt sich auf jeden Fall die Einkehr, denn hier erwarten den Besucher zivile Preise und einen sehr netten Wirt. |
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Tageskilometer: 286 km mit der Bahn von Berlin nach Hamburg Saisonkilometer: 23.244 km (12.311 km PKW, 3.371 km Bahn, 7.562 km Flugzeug) |
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