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                  Regionalliga Nord, Saison 04/05, 19.02.05                 

 

    0:0 

 

Fortuna Düsseldorf - VfL Wolfsburg

 

Düsseldorf, Paul-Janes-Stadion (4.700 Zuschauer)

 

 

Drei Punkte in Gladbach und ja keine Spielausfälle! Mit diesen Wünschen und den beiden Damen an Bord ging es am Freitag via A2 auf den Weg in den goldenen Westen. Das Wetter versprühte Optimismus, denn die Straßen waren trocken und auch die Sonne ließ sich am Horizont blicken. Ganz anders die Lage am Samstagmorgen: Regen ohne Ende und somit wurden die Befürchtungen ein paar Mausklicks später wahr. Absage für die Partie Wülfrath gegen Ratingen. Was nun? Als Alternative stand noch Alemannia Aachen (A) gegen Borussia Freialdenhoven auf dem Programm. Gähn, welch ein Kracher!

Da man eh schon mal in Düsseldorf war und auch noch zum Flinger Broich musste, um Karten für das Spiel Fortuna Düsseldorf gegen den Wuppertaler SV in der LTU-Arena in drei Wochen zu ergattern, konnte man auch direkt den Rückrundenauftakt in der Regionalliga Nord live miterleben. Passte letztlich auch ganz gut ins Konzept, da man das Hinspiel in Wolfsburg auch schon gesehen hat, bei dem ein gewisser Herr Hoyzer den Schiedsrichter spielte. Genau dieses Hinspiel sollte der „Unparteiische“ auch in Richtung Auswärtssieg lenken. Doch kurz vor Schluss war Roy Präger der Spielverderber und das „Benefizspiel zur Integration unserer Kroatischen Mitbürger“ endete 1:1. Nun stellen sich natürlich die Fragen: einerseits warum Fortuna noch nicht einmal mit Hilfe des Schiedsrichters gewinnen konnte und andererseits wie die Stimmung an jenem Abend im Cafe King war.

 

 
Spiel:

Da es - wie am Ergebnis unschwer zu erkennen ist – kaum was Berichtenswertes zu erzählen gibt, beschränkt sich der Stadionbesucher auf die drei hervorstechenden Protagonisten der Partie. Bester Spieler auf dem Platz war der Gästekeeper Platins, der sich mehrfach auszeichnen konnte. Sympathischster Spieler war Roy Präger, der Schmährufen an seine Adresse („Präger, welcher ein Abstieg!“) mit einem Lächeln konterte und auch sonst einige Male mit dem Publikum kokettierte. Mit Abstand schwächster Spieler auf dem Platz war Fortuna Torjäger Frank Mayer, der mindestens drei so genannte 100%ige vergeigte. Daneben fiel er aber noch auf, indem er schnelle Ausführungen von Freistößen verhinderte und auch gute Kontermöglichkeiten zunichte machte, weil er nicht in der Lage war aus dem Abseits zu kommen.

Tore: Fehlanzeige

 

 

Stimmung:

Zitat eines Fortuna-Anhängers: „Spiel scheiße – Stimmung scheiße!“

   
Verein:

Die eigentliche Gründung der Fortuna datiert vom 15. November 1919. Der Zusatz im Namen 1895 kommt daher, dass sich 1919 der „Turnverein Flingern 1895“ mit dem „Düsseldorfer Fußballklub Fortuna 1911“ zusammenschloss. Im Jahre 1933 stand die Fortuna zum ersten Mal im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft (11. Juni 1933) und gewann dieses mit 3:0 gegen den FC Schalke 04. Nach dem zweiten Weltkrieg spielte der Verein meist in der Oberliga West. Bei der Gründung der Bundesliga wurde Fortuna Düsseldorf nicht berücksichtigt und stieg erst 1966 auf (und direkt danach wieder ab.) In den Jahren 1973 und 1974 schaffte man sogar den Sprung in die UEFA-Cup-Plätze und am 16. Mai 1979 standen sich in Bern im Europapokalfinale der FC Barcelona und Fortuna Düsseldorf gegenüber (4:3 n. V.). Ein Jahr später gewinnt die Fortuna zum ersten Mal den DFB-Pokal gegen Hertha BSC Berlin (1:0 n. V in Hannover). Gleiches Kunststück gelingt ein Jahr später (2:1 gegen den 1. FC Köln in Gelsenkirchen). Im Jahre 1987 musste die Fortuna wieder den Gang in die zweite Liga antreten und damit begann wohl eine kaum vergleichbare Berg- und Talfahrt: 1989 Aufstieg 1. Bundesliga; 1992 Abstieg in die 2. Bundesliga; 1993 Abstieg in die Oberliga Nordrhein, 1994 Aufstieg in die 2. Bundesliga, 1995 Aufstieg in die 1. Bundesliga, 1997 Abstieg in die 2. Bundesliga, 1999 Abstieg in die Regionalliga, 2002 Abstieg in die Oberliga Nordrhein, 2004 Aufstieg in die Regionalliga.

   
Stadion:

Erbaut wurde das Paul-Janes-Stadion in Düsseldorf-Flingern 1930 und es verfügt heute über 8.700 Plätze (davon 2.760 Sitzplätze überdacht und ca. 1.600 Sitzplätze unüberdacht auf der Gegengerade). Regelmäßig hat die Fortuna hier bis zum Kriegsende gespielt. Das unzerstörte Stadion wurde dann von der britischen Armee übernommen. 1958 verlor das Stadion aufgrund eines Sturms sein Wellblechdach und 1967 wurde das Klubheim errichtet. Zusätzlich wurden aus den Wällen Stehplatzstufen errichtet. Heute hat die Anlage leider ein wenig an Charme verloren. In den letzen Jahren wurden die drei Stehplatzbereiche (Nord, West und Südtribüne) mit mächtig viel Beton ausgegossen. Auch die Haupttribüne muss in den letzten Jahren umgebaut worden sein, denn die alten Holzbänke sieht man leider nicht mehr.

Benannt ist das Stadion im Übrigen nach Paul Janes (* 11.03.1912 - † 12.06.1987), der in der Zeit von 1932 bis 1942 71 Länderspiele absolvierte und damit (bis Uwe Seeler) Rekord-Nationalspieler war. Paul Janes starb auf dem Heimweg von seiner Kneipe „Uerige“ 1987.

 

 

 

 

Tageskilometer:        569 km Berlin - Düsseldorf mit dem KFZ

Saisonkilometer: 24.099 km (12.880 km PKW, 3.657 km Bahn, 7.562 km Flugzeug)

 
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