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Leipzig, Zentralstadion (44.200 Zuschauer, ausverkauft) |
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Da in Sachsen Feiertag war, verlief die Fahrt auch recht ereignislos und ein Parkplatz in der City war flott entdeckt. Der Treffpunkt mit den Münchner Fußball-Freunden und Portugalfahrern „Greti und Pleti“ war schnell gefunden, stellt doch der Auerbachkeller eine lokale Attraktion dar, die wohl jeder kennt, welche sich schon intensiv mit Goethes Faust beschäftigt hat (was ich bei meiner Leserschaft natürlich voraussetze). Nur die Freunde mit der kürzesten Anreise (Dresden) waren nicht in der Lage sich dort einzufinden. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn mal wirklich alles geklappt hätte. Ziemlich schnell vergrößerte sich dann auch die Runde, wobei die Ex-Miss Thüringen und Borussentom hier exemplarisch erwähnt werden. Gegen 20 Uhr lösten wir dann die gesellige Runde auf und gönnten uns eine Taxifahrt bis zum Stadion. Eine halbe Stunde vor Spielbeginn durften wir dann ohne irgendwelche Wartezeiten oder lästige Sicherheitskontrollen die Spielstätte des heutigen Abends betreten. |
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| Spiel: |
Zwar war die deutsche Mannschaft nach einer kurzen Phase des Abtastens feldüberlegen, konnte aber gerade im ersten Durchgang nicht überzeugen. So waren zwar trotz guter Offensivleistung von Schneider (kam meist über links) und Ballack Chancen Mangelware. Die beste Möglichkeit hatte noch Kuranyi, doch sein Kopfball ging knapp vorbei. Einmal landete der Ball nach einem Freistoß von Ballack im Tor, doch da der Schiedsrichter den Ball noch nicht freigegeben hatte, versagte er dem Treffer auch die Anerkennung. Mit Beginn der zweiten Halbzeit legte die DFB-Auswahl einen Zahn zu und erspielte sich zwangsläufig mehr Möglichkeiten. Die erste Chance hatte Gerald Asamoah (leider heute ziemlich schwach), die er sich dann aber auch selbst zunichte machte. Aktion des Tages war die Einwechslung von Klose, der Asamoah ersetzte. Dieser war auch direkt am Führungstor beteiligt, indem er ein Kopfballduell gewann, den Ballack auf Kuranyi verlängerte, der aus 14 Meter durch die Beine des Kameruner Torhüters das 1:0 erzielte (70.) In der 78. und 88. Min. traf der Bremer dann zweimal selbst. Erst mit einem Schuss in die linke Ecke und dann verwertete eine Freistoßflanke. Fazit: Die Leistung in der zweiten Halbzeit hat das Spiel gerettet. Der Gast aus Kamerun begann schwach und wurde mit zunehmender Spieldauer noch schwächer. Tore: 1:0 Kuranyi (71.), 2:0 Klose (78.), 3:0 Klose (88.) |
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| Stimmung: |
Für ein Länderspiel ohne gegnerische Fans war die Stimmung gar nicht mal so schlecht. Zwar gab es keinen großen Support, aber die meisten Zuschauer haben sich über den Auftritt der DFB-Elf gefreut. |
| Stadion: |
Mit dem Zusammenbruch der DDR verfiel das bis dahin eh schon marode Stadion zusehends und als der VfB Leipzig in den 90er Jahren Abschied vom bezahlten Fußball nehmen musste, hatte das Zentralstadion endgültig ausgedient. Aber die Weltmeisterschaft 2006 und der Wunsch, dieses Spektakel auch im Osten der Republik stattfinden zu lassen, machten den Bau des „neuen“ Zentralstadions notwendig. Und so begannen im Dezember 2000 die Arbeiten, die nach über dreijähriger Bauzeit im März 2004 ihren Abschluss fanden. Herausgekommen ist ein wirklich schmuckes Stadion, das 44.193 Zuschauern Platz bietet. Egal von welcher Seite man die Spielstätte betritt, man muss immer über den großen Wall des alten Stadions, denn der Neubau wurde in die alte Schüssel eingebettet. Dadurch befindet sich die neue Heimatstätte des FC Sachsen Leipzig im Zentrum der Stadt. Auf eine Laufbahn wurde beim Bau ganz verzichtet. Einen besonderen Charakter wird der Arena mit dem geschwungenen Dach verliehen. Dieses wird nicht von Pfeilern getragen, sondern besteht aus zwei seilunterspannten Bogenbindern, die auf über 200 Meter Länge das Stadion überspannen. Der Zugang zu den Sitzplätzen führt über 14 Treppen auf eine Art Verteilerebene, von der aus die Plätze im Unterrang eingenommen werden können. Für die Besucher des Oberranges stehen dann noch mal vier weitere Treppen zur Verfügung. |
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Tageskilometer: 390 km mit dem KFZ Berlin - Leipzig - Berlin Saisonkilometer: 16.309 km (10.608 km PKW, 2.081 km Bahn, 3.620 km Flugzeug) |
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Letztlich sind Freundschaftsspiele der deutschen Nationalmannschaft – und dazu noch im heimischen Gefilde – eine Motivationssache. Wer zu einem solchen Spiel anreist und tolle Atmosphäre und außergewöhnlichen Fußball, erwartet wird wohl immer enttäuscht werden. Wer allerdings das Ganze „Drumherum“ mitnimmt, das Spiel nutzt um ein paar Bekannte zu treffen, für den war der Ausflug zum Länderspiel absolut gelungen. Grüße an dieser Stelle an die Spreeborussen (Ralle, Björn, Achim und Borussentom), an Harry und Sven und an die Dresdner! |
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