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                   NOFV-Oberliga Nord, Saison 03/04, 06.02.04               

 

   1:0  

 

 Tennis Borussia Berlin - Berliner AK 07

 

Berlin, Mommsenstadion (ca. 350 Zuschauer)

 

 

 

 

 

Spiel:

Der Höhepunkt der ersten Halbzeit war sicherlich die gelb-rote Karte für einen Gästespieler. Die gelbe Karte bekam er, als er einen Freistoß ausführen wollte, der Schiedsrichter das Spiel aber nicht freigeben hatte. Kurze Zeit später gab es wieder einen Freistoß für BAK, der verwarnte Spieler spielte wieder den Ball und ignorierte den Pfeifenmann. Als dieser den Spieler freundlich darauf hinwies und nicht noch einmal verwarnte, zeigte er Fingerspitzengefühl. Dann das Ungeheuerliche: Der Schiedsrichter drehte sich um, der Spieler spielte den Ball! Richtig, das Spiel war immer noch nicht angepfiffen! Auch richtig, der Spieler flog vom Platz. Nun ja, es gab noch eine kleine Rudelbildung und das 1:0 für Tennis Borussia kurz vor Halbzeit. Das war es dann aber auch.

 

 

Stimmung:

Auf der Gegengerade versammelten sich ca. 100 lila-weiße Anhänger, unterstützt von einer Handvoll Babelsberger, die das spielfreie Wochenende nutzten und sich nach Berlin aufmachten. Die erste Halbzeit war stimmungstechnischer eher mau, aber gegen Ende wurden die Mannschaft akustisch mit Fangesängen und optischen von einem Nebeltopf unterstützt.  

 

 

 

 

Vereine:

Es war der 09.04.1902 als sich ein Verein namens "Berliner Tennis und Ping-Pong Gesellschaft gründete. Nur ein Jahr später nannte man sich " Berliner Tenis Club Borussia" (kein Schreibfehler bei Tenis). Wie fast alle Vereine wurde auch dieser Club 1945 aufgelöst und im gleichen Jahr wieder gegründet. Bis 1949 hieß man SG Charlottenburg, dann "Berliner Tennis Club Borussia". Zwischen 1928 und 1941 sechsmal in der Endrunde vertreten, in den 50er Jahren viermal und in den Saisons 74/75 und 76/77 Mitglied der ersten Bundesliga.
Die Tennis Borussia ist im eigentlichen Sinne ein "Ost-" Berliner Verein, denn von 1902 bis 1928 war an der Schönhauser Allee zu Hause, später im Polizeistadion Mitte (wo später das Stadion der Weltjugend errichtet wurde) und kam erst nach dem zweiten Weltkrieg (dauerhaft) nach Westberlin. (Die Sprechchöre "LilaWeiße - Westberliner Scheisse" sind somit ziemlich falsch und ziemlich dämlich).

Der Berliner AK (Athletik-Klub) 07 wurde 1907 in Berlin-Wedding gegründet. In den letzten Jahren spielte BAK in der Verbandsliga, davor sogar in der Landesliga (Aufstieg 1995 in die Verbandsliga). Auch der BAK ist finanziell nicht auf Rosen gebettet. Im Moment wird über den BAK 07 recht viel in den lokalen Sportmedien berichtet. Hintergrund für diese Berichterstattung ist ein Streit mit Türkiyemspor und dessen Ex-Trainer Wolfgang Sandhowe. Von verschaukelten Spielenon Geldzahlungen unter der Hand und vieles mehr ist da die Rede.

   
Stadion:

Das Mommsenstadion in Berlin-Charlottenburg wurde 1930 (als SCC) für die Leichtathleten des SC Charlottenburg fertig gestellt. Architektonisch zeichnet sich das Stadion durch die über hundert Meter lange Tribüne, einem dreigeschossigen Mauerwerkbau, und den zwei U-förmig verglasten Treppenaufgängen aus. 1934 vermietete der SCC die Haupttribüne an das Mommsen-Gymnasium. Bis zur Verkleinerung im Jahre 1950 fasste das Stadion 36.000 Zuschauer (danach nur noch rund die Hälfte). Nach 1945 zog dann Tennis Borussia in das vom Krieg stark zerstörte Stadion ein.

Überdacht sind im Stadion nur die Plätze auf der Haupttribüne, die über massive Wendeltreppen an den beiden Außenseiten und über zwei Aufgänge durch das Stadioninnere zu erreichen sind. Die Stehplätze befinden sich auf der Gegengeraden, in den Kurven und auch unterhalb der Haupttribüne. Diese beherbergt auch die Stadionkneipe, wo man auch während der Spiele leckeres Berliner Pilsner ausschenkt (selbst beim "Problemspiel" in der Regionalliga gegen den 1. FC Union Berlin war die Kneipe frei begehbar für die Fans beider Seiten).

 

 

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