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                   Verbandsliga Hamburg, Saison 03/04, 18.04.04               

 

   0:2  

 

 SC Condor Hamburg 1956 - Eimsbüttler TV  Hamburg

 

Hamburg, Sportplatz am Berner Heerweg (201 Zuschauer)

 

 

Ein Grund mehr sich die Lage live vor Ort anzusehen. Mit dem Exil-Anhaltiner war auch schnell ein Mitfahrer gefunden, der mehr als pünktlich am vereinbarten Treffpunkt am S-Bahnhof Westend in Berlin erschien. Um 8.00 Uhr ging die Fahrt los und nach gerade mal zwei Stunden erreichte man die freie Hansestadt. Da erste Spiel des Tages führte uns in den Stadtteil Farmsen.

 

 

Spiel:

„Die Mannschaft der Stunde: SC Condor! Zehn Rückrundenspiele = zehn Siege = 30 Punkte! Und wenn sie dann tatsächlich mal verlieren sollte, (0:3 in Lohbrügge), dann macht der Gegner einen Fehler und die Zähler kehren am Tisch zurück aufs Konto der Farmsener.“ (Quelle: Fußballvorschau Nr. 15, 37. Ausgabe). Der heutige Gegner ist der Eimsbüttler TV, der nach einer guten Hinrunde (Fünfter), in den letzten Wochen kaum noch Punkte geholt hat und nun tief im Abstiegskampf steckt.

 Von Beginn an war der in rot gekleidete Gast aggressiver und so war das 0:1 in der 19. Min. (Torschütze Rusdorf) verdient. Auch in der Folgezeit konnte der SC Condor an die guten Leistungen der Vorwochen nicht anknüpfen und spielte viel zu kopflos. Mit der Beginn der zweiten Halbzeit wurde die eh schon sehr ansehnliche Partie noch interessanter. Kurz nach Wideranpfiff dezimierte sich der Gastgeber, als Meuser nach einem groben Foulspiel die rote Karte sah. Der ETV kontrollierte weiter die Partie und konnte eine Handvoll guter Möglichkeiten erspielen. Aber diese wurden nicht genutzt. In der Unterzahl versuchte Condor sich nun gegen die drohende Niederlage zu stemmen und warf alles nach vorne. Rund zehn Minuten vor dem Ende durfte dann auch noch ein Gästespieler vorzeitig unter die Dusche (die Szene war aber nach meiner bescheidenen Meinung keinesfalls rotwürdig). Angriff auf Angriff rollte nun auf das Tor von ETV. Als sich dann in der 90. Min. der Condor-Torhüter in die gegnerische Hälfte traute, stand es auch schon 0:2. Azar schoss von der Mittellinie.

Fazit: Extrem unterhaltsames Spiel. Mein Mann des Tages war der Gästespieler mit der Nummer Fünf (Gülav ?), der seine Abwehr umsichtig organisierte, keinen Zweikampf scheute und auch gerne mal dem Linienrichter die Abseitsregel erklärte. Als ein Mitspieler ihn ermahnte sich nicht vom Gegner provozieren zu lassen, konterte er: „Wieso? „Wir feuern uns doch nur an?“ Sehr hoher Unterhaltungswert.

 

 

Stimmung:

Fehlanzeige! Lediglich in den letzten zehn Minuten wachte der Sportplatz am Berner Heerweg auf.

 

 

Stadion:

Kein Stadion, dafür eine sehr gepflegte Sportanlage. Vom Parkplatz kommend, überquert man zunächst mal via Holzbrücke ein kleines Bächlein und wird am Eingangstor freundlich daraufhin gewiesen, dass hier kein „Platz für Gewalt“ ist. Auf der Hauptseite steht ein Gebäude, welches Clubhaus, Umkleidekabine und die öffentliche Toilette beherbergt. Auf zwei Stufen können sich die Zuschauer das Spiel anschauen. Die restlichen drei Seiten verfügen nicht über diesen Luxus. Durch die sehr breite Laufbahn ist man auch ungewöhnlich weit weg vom Spielgeschehen.

 

 

 

 
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