1. Bundesliga , Saison 03/04, 30.01.04
0:1

Borussia Dortmund - FC Schalke 04
Dortmund, Westfalenstadion (83.000 Zuschauer, ausverkauft)

"Die Nr. 1 im Pott sind wir"

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Rückrundenstart und "Auswärtsspiel" beim ewigen Rivalen!
Schalker Herz was willst Du mehr? Na, dann fackeln wir nicht lange und wünschen
uns einen Sieg. Am besten so einen von der Sorte "vergesse ich in zwanzig Jahren
noch nicht". In der Winterpause lieferten die Gastgeber einige Schlagzeilen,
während es bei den Schalkern diesmal auffällig ruhig zu ging. So begaben wir (ALLESFAHRER, Micha aus Lankwitz und ich) uns Freitag auf die Autobahn und steuerten auf den Westen zu. Die Fahrt verlief trotz der schlechten Wetterlage recht zügig, nur ein etwas größerer Stau vor dem Kamener Kreuz warf uns um eine Stunde zurück. Um 19.00 Uhr waren wir dann aber in der unaussprechlichen Stadt und fielen beim schwarz-gelben Zumsel ein. Dieser konnte sein Glück kaum fassen, endlich mal vernünftige Menschen in seiner Hütte zu haben :). Nach kurzen gegenseitigen Pöbeleien und einem Tässchen Krombacher (bzw. für den Schreiber Wasser) machten wir uns dann auch irgendwann auf Richtung (zugegebenermaßen schönem) Stadion. Einlasskontrolle und das Aufsuchen des Blocks verlief reibungslos.
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| Spiel: |
Die Königsblauen von der Aufstellung her eher defensiv ausgerichtet. Neben Hanke stürmte Asamoh, Poulsen (für Hajto) in der Viererkette und Rodriguez im Mittelfeld. Die erste erwähnenswerte Aktion gab es in der achten Spielminute. Frings will vorbei an Rost, der ihn von den Beinen holte und Schiedsrichter Fandel entscheidete auf Strafstoß (In der Nachberichterstattung war es aber keiner). Koller läuft an und Rost hält, was aber auch nicht schwierig war, denn ich habe selten einen so unmotivierten Strafstoß gesehen. In der Folgezeit übernahmen die Knappen die Kontrolle über die Partie und kombinierten recht gefällig. Allerdings war vor dem Tor meist Schluss mit Lustig. Richtige gute Möglichkeiten gab es nicht, allenfalls aus Standardsituationen und Distanzschüssen (Vermant und Altintop) wurde das Tor von Warmuz bearbeitet. Von den Gastgebern war bis kurz vor Halbzeit nichts zu sehen. Dann drang Rosicky in den Strafraum ein und wurde wohl von Poulsen (?) zu Fall gebracht. Fandel zeigt dem Dortmunder die gelbe Karte aufgrund einer Schwalbe (Das diese keine war, konnte man ebenfalls in der Nachberichterstattung entnehmen). Der kleine Tscheche daraufhin voller Frust, den er wenige Minuten später an Kobiashvilli ausließ. Folge: Gelb-rote Karte. Aufgrund der Unterzahl stellte der Gastgeber die Angriffsbemühungen in Durchgang zwei ganz ein und rührte ordentlich Beton an. Die Schalker waren nicht in der Lage die Überzahl auszuspielen und so war alles auf dem Rasen unansehnlich. Kläsener dachte sich wohl, so kann das nicht weiter gehen und streute erst mal ein nicht zu übersehendes Handspiel ein. Dumm nur, dass er dies im eigenen Strafraum machte. Elfmeter und Gelb-Rot: Diesmal versuchte sich Frings, der zwar aber auch viel zu schwach schoss und so Rost zum Helden des Tages machte. Für eine Truppe die unbedingt in die CL muss war das schon ziemlich erbärmlich. Jetzt, bei zehn gegen zehn witterten die Schalker wieder Morgenluft und kamen druckvoller vor das Tor. Aber weder der eingewechselte Delura (für Asamoh), noch Altintop Distanzschuss führten zum Torerfolg. Dazwischen wurde Vermant von Wörns im Strafraum zu Fall gebracht, Fandel verzichtet aber auf den Pfiff. Dann kam die 89. Spielminute: Ein langer Ball aus dem Mittelfeld auf Altintop, der von zwei Abwehrspielern umringt, passt in die Mitte zum mitlaufenden Sand (kam zuvor für Hanke), der schlenzt den Ball über den herausstürmenden Torhüter ins rechte untere Eck und machte damit den Derbysieg perfekt. Fazit: Der Gastgeber hatte bis auf die beiden Elfmeter keine Chance aus dem Spiel heraus. Man mag sich nicht ausrechnen wollen, wenn der erste zum Torerfolg geführt hätte. In der Folgezeit die Schalker eindeutig die bessere Mannschaft, allerdings mit Schwächen sich Chancen herausgespielt zu haben. Der Sieg ist mehr als verdient, wurde aber von den Schwarz-gelben abgeschenkt. |
| Vereine: |
Die Borussia aus Dortmund wurde am 19.12.1909 aus der Fußballabteilung der Jünglingssolität der Dreifaltigkeitsgemeinde Dortmund gegründet. Im Jahre 1945 offiziell aufgelöst und im gleichen Jahr als BV Borussia Dortmund wieder gegründet. Gründungmitglied der Bundesliga und bis auf die Zeit von 1972 bis 1976 immer in der Bundesliga. Sechs Mal Deutscher Meister, zweimal Pokalsieger, 1966 als erster deutscher Verein Gewinn eines Europapokals (der Pokalsieger, 2:1 gegen Liverpool in Glasgow) und 1997 Europapokalsieger der Landesmeister (und Weltpokalsieger). Im Mai 1904 (ob es wirklich der 4. Mai war, ist historisch nicht belegt) wurde der SC Westfalia 04 Schalke gegründet. Im Jahre 1912 schloss sich kurzeitig (bis 1913) die Fußballabteilung dem TV 1877 Schalke an. 1919 erfolgte die Fusion des TV 1877 Schalke zum TuS 1877 Schalke an. Ab 1924 nannte sich die Fußballabteilung FC Schalke 04. Insgesamt sieben Mal Deutscher Meister (1934, 1935, 1937, 1939, 1940, 1942 und 1958), viermal Pokalsieger (1937, 1972, 2001 und 2002) und einmal UEFA-Cup Sieger (1997). Die ganze Geschichte ist hier zu finden. |
| Stimmung: |
Kann an dieser Stelle nicht objektiv sein: Auf der Nordtribüne war der Anhang der Hausherren nicht zu hören, was aber daran lag, dass man genau auf der anderen Seite stand und umgeben von sangesfreudigen Zuschauern war. Der Schalker Support ordentlich ohne allerdings zu überragen. Ein echter Augenschmaus war der Tor-Pogo. Negativ fiel mal wieder auf, dass im Gästebereich wieder einmal zu einigen Handgreiflichkeiten kam. Die Auseinandersetzungen sieht man mittlerweile bei jedem Heim- und Auswärtsspiel. Eine mehr als unerfreuliche Entwicklung. |
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| Stadion: |
Im Jahre 1971 begann man mit dem Bau des Dortmunder Westfalenstadion direkt hinter der Haupttribüne des Stadions Rote Erde. Bau ist wahrscheinlich zuviel gesagt, denn eher wurde die neue Spielstätte auch 26 nahezu identischen Bauteilen zusammengesetzt. Bei der Eröffnung der Weltmeisterschaft 1974 betrug das Fassungsvermögen 54.000 Zuschauer. Es ist die Enge, die die Heimstätte von Borussia Dortmund auszeichnet. Fast alle Plätze sind überdacht und der Zuschauer erlebt das Spiel hautnah. 1992 wurden in den unteren Bereichen der Ost- und Westtribüne die Stehplätze entfernt und mit Sitzschalen ausgestattet. Ähnliches passierte mit der Nordtribüne, wo auch Stehplätze den Sitzplätzen weichen mussten. Durch die Maßnahmen sank die Kapazität auf rund 43.000 Plätze. Da die Arena dadurch zu klein wurde, wurden 1995 auf der Ost- und auf der Westtribüne ca. 12.000 Sitzplätze erschaffen und damit das alte Fassungsvermögen von 55.000 wiederhergestellt. Aber auch diese Kapazität erwies sich für zu gering und so wurden abermals Erweiterungsarbeiten durchgeführt. Diesmal an der Nord- und Südtribüne, wodurch das Westfalenstadion dann für ca. 68.600 Zuschauer ausgelegt war. Da auf der Südtribüne nicht die Stehplätze in Sitzplätze umgewandelt wurden, können heute 25.000 Fans das Spiel verfolgen (Ausnahme sind lediglich die Spiele im Europapokal).
Mittlerweile sind
auch die Ecken komplett ausgebaut und damit ist die Dortmunder Arena das
größte Fußballstadion in Deutschlands (mit einer Kapazität von 83.000
Zuschauern). Flutlichtmasten fehlen im Westfalenstadion übrigens gänzlich, denn Scheinwerfer in den Tribünendächern beleuchten das Spielfeld. |